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Syrischer Junge mit Spielzeuggewehr Foto: epd-Bild

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Amnesty wirft türkischer Armee Kriegsverbrechen in Syrien vor

18. Oktober 2019

Amnesty International hat der türkischen Armee und verbündeten Milizen das Verüben schwerer Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen in Syrien vorgeworfen.

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Syrischer Junge mit Spielzeuggewehr Foto: epd-Bild

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Berlin, Genf (epd). Die türkische Militäroffensive gegen kurdische Milizen hat laut Amnesty International verheerende Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung. Bei Angriffen auf Wohngebiete im Nordosten des Bürgerkriegslandes seien Zivilisten verwundet und getötet worden. Die Menschen würden gezwungen, aus ihren Häusern zu fliehen und lebten in ständiger Angst vor wahllosen Bombardements, Entführungen und Tötungen, erklärte Kumi Naidoo, internationaler Generalsekretär von Amnesty International, am Freitag in Berlin.

Feuerpause wird als brüchig eingeschätzt

Die Türkei hatte am Donnerstag auf Drängen der USA einer Feuerpause zugestimmt, die laut Medienberichten jedoch sehr brüchig ist. Gemäß Schätzungen der UN sind rund 166.000 Menschen vor den Kämpfen geflohen. Sie suchten Schutz in Lagern, öffentlichen Gebäuden oder bei Freunden und Verwandten, teilte ein Sprecher des Flüchtlingshilfswerks UNHCR mit. Zudem seien Hunderte Bewohner des umkämpften Gebiets in den vergangenen vier Tagen in den benachbarten Irak geflohen, sagte Sprecher Andrej Mahecic.

Die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer forderte einen besonderen Schutz für die 70.000 Mädchen und Jungen auf der Flucht. Die Kinder litten besonders unter der Gewalt und der Not. Das Welternährungsprogramm versorgte in den vergangenen Tagen nach eigenen Angaben rund 170.000 Menschen in Nordost-Syrien mit Lebensmitteln. Eine Ausweitung der Hilfen ist geplant.

Millionen Syrer auf der Flucht

Die Türkei startete die Invasion am Mittwoch voriger Woche, nachdem die USA den Abzug ihrer Truppen aus der Region angekündigt hatten. Die US-Streitkräfte und kurdische Einheiten waren gemeinsam gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) vorgegangen. Die Türkei betrachtet die kurdischen Kräfte im Nordosten Syriens als Terroristen, die bekämpft werden müssen.

Im Zuge des Syrien-Konflikts hatten kurdische Milizen die Kontrolle über das Gebiet gewonnen. Der Konflikt hatte 2011 mit Protesten gegen Syriens Machthaber Baschar al-Assad begonnen. Hunderttausende Menschen wurden bislang getötet, Millionen Menschen sind innerhalb des Landes oder im Ausland auf der Flucht.

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Leser-Kommentare öffnen

Alwite, 18. Oktober 2019, 18:31 Uhr


https://www.zdf.de/politik/maybrit-illner/erdogans-krieg-wie-machtlos-ist-europa-sendung-vom-17-oktober-2019-100.html

Wer die Sendung sah, muss Herrn Gabriel recht geben, dieser unselige Krieg geht uns alle an.
Herr Trump hat bekanntlich eine Vorliebe für Brände die er zu legen pflegt, um vor der Welt als grandioser Retter aufzutreten. Hoffentlich durchschauen seine Wähler dies Manöver um eine zweite Amtszeit dieses Präsidenten als Weltpolizist zu vermeiden.
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