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Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt am Montag Foto: epd-Bild
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14 Beschwerden über Presseberichterstattung zu Anschlag in Berlin

21. Dezember 2016

Nach dem Anschlag von Berlin sind beim Deutschen Presserat bereits 14 Beschwerden über die Berichterstattung eingegangen.

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Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt am Montag Foto: epd-Bild

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Berlin (epd). Die Beschwerden richten sich vor allem gegen ein Video vom Tatort und die unverpixelte Darstellung des getöteten Lkw-Fahrers, wie Presserats-Sprecherin Edda Eick dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Mittwoch in Berlin sagte. Der Presserat rechnet damit, dass noch mehr Beschwerden eintreffen.

Die Zahl der Beschwerden sei bislang ähnlich hoch wie bei den Terroranschlägen in Brüssel und Nizza in diesem Jahr, sagte Eick. Die aktuellen Beschwerden beziehen sich auf Ziffer 11 des Pressekodex, die die unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt, Brutalität und Leid verbietet, und Ziffer 8 zum Schutz der Persönlichkeit.

Zwei öffentliche Rügen

Der Beschwerdeausschuss des Presserats wird sich voraussichtlich im März mit den Beschwerden zum Anschlag in Berlin befassen. Nach dem Amoklauf in München im Juli hatte der Presserat zwei öffentliche Rügen ausgesprochen. Der Beschwerdeausschuss rügte damals die "Bild am Sonntag" und "Bild.de", die Bilder der Opfer veröffentlicht hatten.

Der Pressekodex des Deutschen Presserats enthält Regeln für die tägliche Arbeit von Journalisten. Bei Verstößen kann das Gremium einen Hinweis, eine Missbilligung oder eine Rüge aussprechen. Konkrete Folgen haben die Sanktionen nicht.

Die "Berliner Morgenpost" war nach dem Anschlag am Montagabend in die Kritik geraten, weil ein Redakteur der Tageszeitung live vom Tatort auf Facebook gestreamt hatte. In dem Handyvideo war zu sehen, wie der Redakteur kurz nach der Tat über den zerstörten Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz läuft. Auch Verletzte waren im Bild.

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