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Gefaltete Boote auf einem Steg über die Pader: Auch der Paderborner Bezirksverband der Frauenhilfe hat sich im vergangenen Jahr an der Aktion zum „Gedenken an die Toten im Mittelmeer“ beteiligt. (Foto: EFHiW)
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Jedes Boot ein Menschenleben

epd/UK | 23. November 2022

Frauenhilfe ruft zur Teilnahme an einer Aktion zum Tag der Menschenrechte auf

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Gefaltete Boote auf einem Steg über die Pader: Auch der Paderborner Bezirksverband der Frauenhilfe hat sich im vergangenen Jahr an der Aktion zum „Gedenken an die Toten im Mittelmeer“ beteiligt. (Foto: EFHiW)

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Jedes Jahr sterben Menschen bei dem Versuch, über das Mittelmeer Europa zu erreichen. An sie und ihr Schicksal zu erinnern, ist Ziel einer Aktion am 10. Dezember.

Soest. Die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen erinnert am 10. Dezember mit einer Aktion an Flüchtlinge, die im Mittelmeer ertrunken sind. Frauenhilfen, Mitglieder, Gruppen und andere Interessierte in Westfalen sind dazu aufgerufen, aus Zeitungspapier Boote zu falten, die für die Menschen stehen, die im vergangenen Jahr im Mittelmeer ihr Leben verloren haben und durch ein Schiff hätten gerettet werden können, wie der Frauenverband in Soest mitteilte.

Am Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember, sollen die Papier-Boote auf öffentlichen Plätzen zu sehen sein und auf die Situation im Mittelmeer hinweisen. 1924 Menschen fanden nach Angaben der UNO-Flüchtlingshilfe im Jahr 2021 den Tod beim Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu flüchten. Im Vergleich zum Jahr davor stieg demnach die Zahl der Opfer um 500. Seit 2014 sollen über 24 500 Menschen auf ihrer Flucht im Mittelmeer ertrunken sein.

„Solange tagtäglich Menschen im Mittelmeer sterben, müssen Zivilgesellschaft und Kirchen das Versagen der europäischen Staaten anklagen und so viele Geflüchtete wie möglich aus dem Mittelmeer retten“, betonte Birgit Reiche, leitende Pfarrerin der Frauenhilfe.

Der Frauenverband fordert ein Ende der Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung und europäische Maßnahmen. Bereits in den vergangenen beiden Jahren hatte die Aktion „In Gedenken an die Toten im Mittelmeer“ den Angaben zufolge großen Anklang im Verband gefunden. Der Tag der Menschenrechte wird am 10. Dezember gefeiert und ist der Gedenktag zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde.

Die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen ist dem Bündnis United4Rescue, das drei zivile Seenotrettungsschiffe mitfinanziert, nach eigenen Angaben im Dezember 2019 als „Bekenntnis zur Mitmenschlichkeit“ beigetreten. Ziel ist die Unterstützung des Bündnisses mit „unserem Gebet, unseren Kollekten und unserem Netzwerk“, wie die Frauenhilfe mitteilte.

• Infos im Internet: www.frauenhilfe-westfalen.de

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Leser-Kommentare öffnen

Matthäus53, 26. November 2022, 13:31 Uhr


Der 1. Name zu Beginn der EU (60er Jahre) war ja leider EWG, = Europäische Wirtschafts - Gemeinschaft und nicht Mitbürgergemeinschaft. So läuft der Warenverkehr nicht nur in der heutigen EU besonders gut sondern sogar mit der Türkei und weit hin bis China, zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Daher hat sich die heutige EU leider nur zum Wohle von Wirtschaft und Industrie bis hin zu billigen Arbeitskräften entwickelt aber in allen humanitären Punkten total versagt. Diese Entwicklung begann schon lange vor der Ukraine Krise , jetzt in Italien und einigen "Ostbremser Staaten" ! Sätze wie im Matthäus EV 5 Vers 7 oder 18, Vers 5 sind bei den meisten EU- Staats- Chefs leider nicht so bekannt wie EU Fördermittel, obwohl ein ehemaliger Papst sogar aus dem Osten kam !
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