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Gute Aussicht: Elke Schuhmacher (r) und ihre Tochter Meike wohnen auf dem Gelände der früheren Zeche Consolidation. Foto: WDR

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Wohnträume im Ruhrgebiet

TV-Tipp: WDR, Fr, 24.6., 20.15 Uhr

24. Juni 2022

Wohnen, wo früher geschuftet wurde: Aus den Industrie- und Zechenanlagen im Ruhrgebiet sind heute vielerorts grüne Lebensräume geworden, wo sich Menschen ihr Zuhause geschaffen haben.

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Gute Aussicht: Elke Schuhmacher (r) und ihre Tochter Meike wohnen auf dem Gelände der früheren Zeche Consolidation. Foto: WDR

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Und dennoch ist die Vergangenheit nach wie vor präsent. Rund fünf Millionen Menschen wohnen hier, in einem der größten Ballungsräume Europas.

Eine von ihnen ist die Gelsenkirchenerin Birgit Luttke, die sich gemeinsam mit ihrem Mann das alte Pförtnerhäuschen der Zeche „Consolidation“ zum Wohnhaus umgebaut hat. Bergbaugeschichte auf über drei Etagen – freie Stahlträger im Wohnzimmer verbreiten immer noch einen Hauch von Zeche. Hier zu leben ist für Birgit Luttke und viele andere Bewohner:innen des ehemaligen Bergwerksgeländes eine Herzensangelegenheit. Ihr Großvater hat noch selbst im Bergbau in Gelsenkirchen, der „Stadt der 1000 Feuer“, gearbeitet. „Der Rest der Welt ist anders, hier ist es wie in einer Blase – so eine Stück heile Welt“, schwärmt Birgit Luttke von ihrem Zuhause.

Einen außergewöhnlichen Wohntraum hat sich Ende der 80er auch der Künstler Thomas Rother erfüllt. Der 85-Jährige lebt mit seiner Frau Christa-Maria auf der Zeche Zollverein im früheren Maschinenraum. Seine Wohnung ist gleichzeitig Ausstellungsraum und Museum: 20 Meter hohe Decken, riesige Fenster und ein Labyrinth aus Treppen – hier ist nichts normal.

Die Waschmaschine steht zwischen Bergbauutensilien, statt einer Heizung gibt es nur einen alten Holzkohleofen. Doch an einem anderen Ort leben? Für das Paar unvorstellbar!

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