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Reinhold Messner (neben einem Gemälde des Cerro Torre) begibt sich auf Spurensuche nach Patagonien, um den Mythos Cerro Torre zu entzaubern. Foto: 3sat

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Mythos Cerro Torre

TV-Tipp: 3sat, Mo, 23.5., 22.25 Uhr

23. Mai 2022

Am 30. Januar 1959 soll es Cesare Maestri und Toni Egger als Ersten gelungen sein, die mehr als 3000 Meter hohe Granitnadel des Cerro Torre im Süden Patagoniens in Südamerika zu besteigen.

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Reinhold Messner (neben einem Gemälde des Cerro Torre) begibt sich auf Spurensuche nach Patagonien, um den Mythos Cerro Torre zu entzaubern. Foto: 3sat

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Beim Abstieg verunglückte Egger tödlich, und Maestri konnte nicht beweisen, dass sie tatsächlich den Gipfel erreicht hatten. Der Bergsteiger Reinhold Messner begibt sich auf eine filmische Spurensuche nach dem, was damals tatsächlich geschehen war.

1952 wurde der Fitz Roy in Patagonien am südlichsten Zipfel Argentiniens – schon nahe der Antarktis – zum ersten Mal bestiegen. Die Gipfelhelden blickten zum Cerro Torre hinüber, einer 3128 Meter hohen Granitnadel, und stellten fest: „Der Cerro Torre ist der schwierigste Berg der Welt – diese 1800 Meter hohen Wände sind nicht machbar!“

Eine Sensation folgte: Am 30. Januar 1959 soll es dem Italiener Cesare Maestri und dem Österreicher Toni Egger über die Nordwand gelungen sein, den Cerro Torre zu besteigen. Beim Abstieg verunglückte Toni Egger jedoch tödlich, und Cesare Maestri konnte nicht beweisen, dass sie tatsächlich den Gipfel erreicht hatten. Ab 1968 wurden Maestris Schilderungen von immer mehr Bergsteigern in Zweifel gezogen.

Der Dokumentarfilm „Mythos Cerro Torre“ ist die vierte Regiearbeit Reinhold Messners und befasst sich mit der – fast detektivischen – Analyse, ob Maestri den Cerro Torre bestiegen hat. Mithilfe von Fachleuten und anderen Bergsteigern, die mittlerweile nachweislich den „schwierigsten Berg der Welt“ bestiegen haben, soll auch dem damals tödlichen Unfall der Bergsteigerlegende Toni Egger auf den Grund gegangen werden.

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