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Viele Kinder haben großen Spaß, wenn sie Eier ausblasen und bemalen dürfen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – Wasserfarben, Acrylfarben, Filzstifte sind nur ein paar Beispiele. (Foto: epd-bild/Andrea Enderlein)
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Mehr als Ostereier suchen

Aus der Printausgabe - UK 15 / 2022

Judith Kubitscheck | 14. April 2022

Für Kinder ist es gut, wenn sie selbst aktiv werden. Tipps, wie Familien das Fest vorbereiten und gestalten können

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Viele Kinder haben großen Spaß, wenn sie Eier ausblasen und bemalen dürfen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – Wasserfarben, Acrylfarben, Filzstifte sind nur ein paar Beispiele. (Foto: epd-bild/Andrea Enderlein)
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Ein Spaziergang in der Natur kann die Lebensgeister wecken. (Foto: epd-bild/Nick Spurling/FLPA)
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Bei der Ostereigestaltung ist auch Witziges erlaubt. (Foto: epd-bild/Maik Schuck)

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An Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu und den Sieg des Lebens über den Tod. Ob Osterfeuer, Egg Rolling oder ein selbst gestalteter Ostergarten: Es gibt viele Möglichkeiten, die Osterfreude zusammen mit Kindern zu erleben.

Ostern ist ein Fest für die Sinne – und damit wunderbar für Kinder. Hier sind einige Ideen für Familien zusammengestellt, die Ostern zu etwas Besonderem machen.

RAUS IN DIE NATUR: Schon Goethe kannte ihn: den Osterspaziergang. Kleine Laufmuffel können motiviert werden, wenn auf dem Weg ab und zu ein paar Schokoladeneier zu finden sind. Die Familie macht sich auf die Suche und schaut dabei, wo in der Natur bereits der Frühling angekommen ist und wo neues Leben entsteht. Die ersten Blumen können gesammelt und als Erinnerung gepresst werden, indem sie zwischen zwei Papierstücke gelegt und gebügelt werden.

 

RUND UMS EI: Gefärbte Eier als Ostergeschenke kannte man in Deutschland schon im 13. Jahrhundert. Das Ei ist ein Symbol des Lebens und der Auferstehung.
Eierfärben mal anders: Ein Karton wird mit einem Stück Folientischtuch oder einer anderen Folie ausgekleidet. Zwei Farbkleckse Acrylfarbe hineingeben und ein gekochtes Ei im Karton hin- und herbewegen.

Rassel-Ei herstellen: Ein ausgeblasenes, trockenes Ei mit roten Linsen füllen und vollständig mit Stückchen aus Geschenkpapier und Kleister bekleben.

Egg Rolling: Es ist ein Spiel, dass in vielen Ländern eine lange Tradition hat – wahrscheinlich, weil es schon Generationen sehr viel Spaß gemacht hat: Das Ostereier-Schieben bzw. „Egg rolling“. In Amerika werden jährlich Kinder in den Garten des Weißen Hauses eingeladen, die vor dem Augen des Präsidenten mit einem Kochlöffel um die Wette ein hartgekochtes Ei zu einem Ziel bewegen sollen. In Bautzen gibt es seit 400 Jahren den Brauch, Eier einen Hang hinabzurollen. Gewonnen hat das Ei, das unversehrt die weiteste Strecke zurückgelegt hat.

Eierboccia: Ein Schokoei wird in einiger Entfernung auf einen Weg oder eine ebene Fläche gelegt. Abwechselnd werfen die Spieler ihre Eier so, dass sie dem ersten Ei möglichst nahe kommen. Der Spieler, dessen Schokoei dem ersten Ei am nächsten ist, hat gewonnen und bekommt alle Eier.

 

FEIERTAGS-FRÜHSTÜCK: Spiegeleier in Muffinform, Rübli-Kuchen oder ein Osternest aus Hefeteig – schön, wenn das Frühstück an Ostern etwas Besonderes ist. Bei gutem Wetter bietet sich auch ein Picknick in der Natur an. Wird an Karfreitag und dem Samstag vor dem Fest „gefastet“, also auf üppiges Essen und Süßes verzichtet, schmeckt es an Ostern umso mehr.

 

WIE SIEHT ES MIT GESCHENKEN AUS? An Ostern werde gefeiert, dass Tod, Bösartigkeit, Niedertracht und Gewalt nicht das letzte Wort behielten, sondern es Hoffnung gebe auf ein anderes Leben, das auch schon hier sichtbar werden könne, sagt die Professorin für Religionspädagogik an der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg, Andrea Dietzsch. Diese Freude könne auch in Geschenken zum Ausdruck kommen.
„Uns Eltern ist es wichtig, dieser Freude Ausdruck zu verleihen und sie unseren Kindern zu zeigen, uns zum anderen aber auch klar gegen Materialismus und Konsumorientierung zu positionieren“, erklärt die dreifache Mutter. Meist erhielten ihre Kinder ein kleines Osternest mit bemalten Eiern und Schokolade, manchmal sei auch noch ein Buch dabei. Wichtiger sei für die Eltern, ihren Kindern Zeit und Zuwendung zu geben, indem sie zu Ostern etwa Geschenkgutscheine für gemeinsame Unternehmungen mit der Familie verschenkten wie eine Radtour mit Picknick.

 

DEM URSPRUNG VON OSTERN AUF DER SPUR: Sinnenpark oder Osterfeuer besuchen: Einige Kirchengemeinden feiern mit einem Osterfeuer oder einer Osternacht den auferstandenen Jesus als „Licht der Welt“ oder bieten spezielle Gottesdienste für Familien an. An vielen Orten deutschlandweit gibt es auch Ostergärten und Sinnenparks, in denen den Besucherinnen und Besuchern mit allen Sinnen die biblische Ostergeschichte vermittelt wird. (www.sinnenpark.de)

Im Bibeldorf im westfälischen Rietberg wird am 15. April „Der Prozess Jesu“ dreimal aufgeführt (um 14.30 Uhr, 15.30 Uhr und 16.30 Uhr). Allerdings gibt es nur noch wenige Restkarten (www.bibeldorf.de; Telefon (0 52 44) 97 49 74 oder E-Mail: info@bibeldorf.de.

Ostergarten selbst gestalten: Martina Liebendörfer, Diplom-Sozialpädagogin und Referentin für frühkindliche religiöse Bildung aus Holzgerlingen, schlägt vor, einen Ostergarten aus Naturmaterialien selbst zu gestalten. Zu Beginn der Karwoche legen die Kinder auf einem Blumentopfuntersetzer oder in einer Kiste aus Moos, Gras oder Blumen einen Garten an. An Karfreitag kann das Kreuz aufgestellt und aus Steinen ein Grab gebaut werden. Am Ostersonntag wird das Kreuz durch eine Kerze ersetzt und der Stein vor dem Grab weggenommen. Diese einfachen Symbole helfen, den Grund des Osterfestes zu begreifen: Die Auferstehung Jesu und die Freude darüber.

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