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Die Freiburger Studentin Jasmin Aboudhaq will mit einer neuen Initiative Menschen vor belästigenden Anrufen schützen (Foto: epd/privat/Jessica Meyer)

Initiative «NoA»: Handynummer soll vor Belästigung schützen

epd-Gespräch

Christine Süß-Demuth (epd) | 24. Februar 2022

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Die Freiburger Studentin Jasmin Aboudhaq will mit einer neuen Initiative Menschen vor belästigenden Anrufen schützen (Foto: epd/privat/Jessica Meyer)

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Rhede/Tübingen (epd). Eine neue Initiative soll Menschen vor belästigenden Anrufen schützen. Wer nach einer unangenehmen Begegnung seine Handynummer nicht weitergeben möchte, könne die «Nummer ohne Anruf (NoA)» angeben, sagte die Initiatorin Jasmin Aboudhaq dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die «NoA»-Telefonnummer ist unter 0157/53024990 erreichbar.

   Wer die Nummer wählt, hört eine Ansage mit der Bitte, eine SMS zu schicken. Wer eine Nachricht per SMS oder Messengerdienst sendet, bekommt automatisch eine Antwort mit den Worten: «Hey hier ist NoA. Eine Person hat sich nicht wohlgefühlt und dir deswegen diese Nummer gegeben.» Es folgt ein Hinweis auf die Homepage noanruf.de. Dort gibt es etwa Tipps, wie ein Kennenlernen besser ablaufen kann.

   Die Idee kam Aboudhaq nach eigenen Worten, weil sie selbst schon einmal bewusst eine falsche Telefonnummer an aufdringliche Verehrer herausgegeben hatte, genau wie ihre Freundinnen. Sie habe die «Nummer ohne Anruf» entwickelt, um aufzuklären und Menschen für das Thema zu sensibilisieren, erklärte die 26-Jährige, die in Tübingen Erziehungswissenschaften im Master studiert und aus dem nordrhein-westfälischen Rhede kommt. Die Nachfrage sei riesig: Täglich kämen bis zu 6.000 Anrufe an.

   Dabei gehe es nicht darum, jemandem Vorwürfe zu machen oder Belästigung zu unterstellen, betonte sie. Vielmehr sollen Personen merken, dass sie zu weit gegangen seien und bestenfalls lernen, nach den Grenzen anderer Menschen zu fragen und diese zu respektieren, sagte Aboudhaq. Solch grenzüberschreitendes Verhalten sei keine Sache des «Wo», sondern könne auf Dating-Plattformen ebenso passieren wie auf einer Party, bei der Arbeit, in der Straßenbahn oder beim Einkaufen.

   Wer in einer unangenehmen Situation seinen richtigen Namen nicht verraten wolle, könne sich auch mit dem für Frauen und Männer gebräuchlichen Vornamen «Noa» vorstellen, sagte die Studentin. Den geschlechtsneutralen Namen habe sie bewusst gewählt: Belästigung kenne kein Geschlecht, auch wenn Frauen häufiger betroffen seien.

   Die meisten Menschen reagieren laut Aboudhaq positiv auf die Aktion. Viele Frauen hätten sich eine solche Möglichkeit schon früher gewünscht. Interessant sei jedoch, dass vor allem Männer «NoA» für unnötig hielten und etwa mit den Worten «Wie feige ist das denn?» auf Facebook kommentierten: «Für sie ist die Telefonnummer gedacht», erklärte Aboudhaq.

Info

«Nummer ohne Anruf»: 0157/53024990

Internet

https://noanruf.de

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