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Die Bibel lesen

Aus der Printausgabe - UK 04 / 2022

Albert Henz | 21. Januar 2022

Woche vom 23. bis 30. Januar

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Sonntag:    Psalm 41
Montag:     Josua 8, 1-29
Dienstag:     Josua 8, 30-35
Mittwoch:     Josua 9, 1-27
Donnerstag:     Josua 10, 1-15
Freitag:     Josua 11, 1-15
Samstag:     Josua 20, 1-9

Bibelkundlich erinnert Kapitel 3 an die Erzählung vom Durchzug der Israeliten durch das Schilfmeer. Dubletten mit unterschiedlichen Zeitabläufen weisen auf die Verarbeitung mehrerer Quellen oder die Überarbeitung der Ursprungsfassung hin. Literarisch ist der Stil der Erzählung eine Sage: Es geht nicht um historische Darstellung, sondern um eine Glaubensbekundung; hier auch um die Erklärung der besonderen Steineansammlung.

Fakt ist, dass Israel den gerade viel Wasser führenden Jordan überquert. Ein für die Landnahme zentrales Ergebnis. Zur Erinnerung an diese wunderbare Überquerung wird ein Erinnerungszeichen aus großen Steinen errichtet. Es soll auch nachkommenden Generationen erklären, was geschah: „Wenn eure Kinder … einmal fragen“.

Der erfolgreiche Durchzug bestätigt die Einsetzung Josuas als Nachfolger des Mose durch Gott. Lade und Priesterschaft, die 12 Stämme spielen eine besondere Rolle. Das zeigt die Einordnung der Erzählung in die spätere Kult- und Volksentwicklung Israels.

Eine weitere Einordnung in die Kult- und Volksgemeinschaft Israels ist die Erzählung von der Beschneidung. Die schon beschnittenen Israeliten sind auf der langen Wanderung durch die Wüste verstorben. Die nachfolgende Generation soll nun dieses Bundes-Zeichen ebenfalls erhalten. Mit diesem neuen Geschichtsabschnitt endet die Versorgung mit Manna; Israel ernährt sich jetzt von der Ernte des Landes und feiert das Passafest als Erinnerung an die Befreiung. In dem Ortsnamen Gilgal steckt das hebräische Wort, das die Wegnahme der „Schande Israels“ (die Sklaverei in Ägypten) benennt.

Ebenfalls in enger Analogie zur Erzählung von der Berufung Moses erscheint Josua „der Fürst über das Heer des Herrn“: Jetzt ist Josua von Gott berufen. Möglicherweise finden sich hier auch Spuren der Übernahme eines vorab kanaanäischen Heiligtums.

Besonders spannend ist die Darstellung der Eroberung Jerichos. Jericho war zu dieser Zeit zerstört – bestenfalls Reste der Stadtmauer waren übrig. Warum diese Stadt mit ihren Mauern zerstört ist, beantwortet die Erzählung in Kapitel 6. Dass sie kultisch aufgeladen ist, zeigt auch die Rolle der Zahl sieben, der Lade, der Priester, der Instrumente.

Schwierig und brutal der Bann, die Tötungen und die Weihe der zerstörten und eroberten Güter ins Eigentum Jahwes. Nur Rahab und Familie werden verschont. Achan, im Losverfahren ermittelt, vergreift sich an geweihtem Gut. Deshalb, so die Interpretation, scheitert die Eroberung Ais. Eine Gerichtserzählung schildert die Verbrennung seiner Familie als Strafe.

Wochenspruch
Und es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes. Lukas 13,29

Wochenlied
Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all
EG 293

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