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Der Orient-Express von Paris nach Konstantinopel galt als Zug der Könige, Diplomaten, Schriftsteller und anderer legendärer Passagiere. (hier: Spielszene). Foto: arte

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Der Orient-Express. Vintage auf Schienen

TV-Tipp: arte, Di, 28.12., 20.15 Uhr

28. Dezember 2021

Als Zug der Könige, Diplomaten, Schriftsteller und legendärer Passagiere wie Mata Hari, Marlene Dietrich und „Mord im Orient-Express“-Autorin Agatha Christie revolutionierte der Orient-Express das Reisen. 1883 begann mit ihm eine neue Verbindung zwischen Okzident und Orient. Die Dokumentation lässt Historiker sowie Sammler und Restauratoren alter Eisenbahnwaggons zu Wort kommen.

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Der Orient-Express von Paris nach Konstantinopel galt als Zug der Könige, Diplomaten, Schriftsteller und anderer legendärer Passagiere. (hier: Spielszene). Foto: arte

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Bereits Ende des 19. Jahrhunderts, noch vor der Gründung Europas, verband der Orient-Express den Okzident und den Orient. Seine Passagiere legten in drei Tagen rund 3000 Kilometer zurück: von Paris über Wien und Budapest bis nach Varna, später auch von den Alpen über Venedig bis zur Donau und ins Pulverfass Balkan.

Er galt als Zug der Könige, Diplomaten, Schriftsteller und anderer legendärer Passagiere wie Mata Hari, Josephine Baker, Marlene Dietrich und Agatha Christie, die sich an Bord zu ihrem „Mord im Orient-Express“ inspirieren ließ. Mit seinen Schlaf- und Speisewägen bot er einen für damalige Verhältnisse völlig neuartigen Luxus.

Von der Einweihungsfahrt 1883 bis zum Ende der Strecke Paris-Istanbul war der Orient-Express ein prunkvoller und ruhmreicher Zug. Doch er erlebte auch Verfall, Revolutionen und Kriege. Als einziger Zug, der den Eisernen Vorhang durchqueren durfte, wurde er während des Kalten Kriegs zum Transportmittel der Arbeiter und Immigranten.

Die Dokumentation „Der Orient-Express – Vintage auf Schienen“ blickt auf beinahe ein Jahrhundert Eisenbahn-Abenteuer zurück und stützt sich dabei auf Erkenntnisse und Berichte von Historikern, Eisenbahn-Restauratoren und -Sammlern. Der Historiker für industrielles Kulturerbe Arthur Mettetal zeigt nicht nur die Hinterlassenschaften des Luxuszuges in Europa, sondern auch Restaurationswerkstätten und 13 ungewöhnliche Waggons, die an der Grenze zwischen Polen und Weißrussland abgestellt und aufgegeben wurden. arte schickt den Zuschauer auf eine grenzüberschreitende Reise zwischen Mythos und Realität.

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Leser-Kommentare öffnen

wpayrr, 28. Dezember 2021, 8:35 Uhr


Beim Thema "Orient-Express" zeigt sich wieder einmal, dass der Mythos oft stärker ist als die Realität. Der Orient-Express war keineswegs bis zu seinem Ende ein "prunkvoller" Zug, denn er wurde schon ab 1950 als ganz normaler Schnellzug - allerdings unter Beibehaltung des Namens - geführt. Ansonsten wäre auch kaum nachzuvollziehen, dass er "während des Kalten Kriegs zum Transportmittel der Arbeiter und Immigranten" wurde. Die Behauptung, dass er der einzige Zug gewesen sei, der den Eisernen Vorhang durchqueren durfte, entbehrt jeder Grundlage. Allein in Deutschland verkehrten täglich Dutzende "Interzonenzüge", die die alte Bundesrepublik mit Städten in der DDR oder Berlin verbanden. Züge zwischen West- und Osteuropa gehörten auch in der Zeit des Kalten Krieges zum Eisenbahnalltag.
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Alwite, 17. Januar 2022, 10:15 Uhr


https://www.youtube.com/watch?v=-cH-BCGgIHo

Eine Riesenportion Nostalgie, ein wenig Agatha Christie. Orient und Express, zwei Worte die zusammengehören und für sich selbst klingen. :-)
Gleich welche Version ich sehe - obwohl dieser Zug vom Elend, bitterer Not, bis zum normal Reisenden transportierte, immer schwingt bei seinem Namen, ein wenig Mystik mit. Die Salonwagen beherbergten und bewegten von ernsthaft-historischer Geschichte bis gesellschaftlich Zweifelhaftem.
Dieser Zug ist von all den anderen, etwas Besonderes.
Lieben, herzlichen Dank für den Hinweis ♥
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