hg
Bild vergrößern
Der junge Köhler Peter (Frederick Lau) verliebt sich in ein Mädchen (Henriette Confurius), das nicht seinem Rang entspricht. Foto: arte

Anzeige

Das kalte Herz

TV-Tipp: arte, Mo, 27.12., 20.15 Uhr

27. Dezember 2021

Was passiert, wenn man sein Herz gegen unendlichen Reichtum eintauscht? In den Tiefen des Schwarzwaldes lebt der mittellose Köhler Peter. Er träumt von einem besseren Leben in Reichtum, mit der schönen Lisbeth an seiner Seite. Lisbeths Vater erlaubt eine Hochzeit nur gegen einen Preis von 500 Gulden.

Bild vergrößern
Der junge Köhler Peter (Frederick Lau) verliebt sich in ein Mädchen (Henriette Confurius), das nicht seinem Rang entspricht. Foto: arte

Anzeige

In den Tiefen des Schwarzwaldes lebt der Köhler Peter. Er ist unsterblich in die schöne Lisbeth verliebt, die Tochter des Glasmachers Löbl. Doch als mittelloser Köhler kann Peter ihr nicht viel bieten, und sowieso genießt er kein hohes Ansehen bei den Dorfbewohnern. Außerdem ist Lisbeth schon dem arroganten Holzhändlersohn Bastian versprochen.

Aber der gutmütige Peter hört nicht auf, von einem besseren Leben in Reichtum und mit Lisbeth an seiner Seite zu träumen. In seinem Kummer trifft er auf ein Glasmännchen, das ihm drei Wünsche gewährt. So kommt Peter zu Taschen voller Gulden, Tanzkünsten und der schönsten Glashütte im ganzen Schwarzwald. Törichte Wünsche, wie das Glasmännchen findet!

Und es soll recht behalten, denn Peters Reichtum ist nicht von langer Dauer. Er verspielt all sein Geld und kann sich die Hochzeit mit seiner geliebten Lisbeth nicht leisten, als Löbl 500 Gulden für die Hand seiner Tochter fordert. Um Lisbeth doch noch zur Frau nehmen zu können, geht er ein Geschäft mit dem zwielichtigen Holländer-Michel ein, der von der Dorfgemeinschaft verstoßen wurde und in den Tiefen des Schwarzwaldes lebt. Der Holländer-Michel fordert nicht weniger als Peters Herz – im Tausch gegen Skrupellosigkeit, unendlichen Reichtum und Erfolg. Peter sieht keinen anderen Ausweg für sich und seine Liebe, als das Tauschangebot anzunehmen.

Peter kehrt als reicher und angesehener Holzhändler zurück. Doch dafür ist er jetzt herzlos und kalt. Obwohl er nun Lisbeths Vater die versprochenen Gulden geben kann, erkennt die verängstigte Lisbeth ihren Peter mit dem veränderten Wesen nicht wieder. Sie möchte ihn so gefühllos und kaltherzig nicht mehr haben. Peter möchte alles rückgängig machen und sein Herz vom Holländer-Michel zurückholen, doch der Waldgeist lässt den Rücktausch nur nach dem Tod zu … Kann Peter es schaffen, sein Herz und seine Liebe zurückzuerobern?

Drehbuchautor und Regisseur Johannes Naber schuf mit „Das kalte Herz“ eine fantastisch-abenteuerliche Neuauflage des Märchens von Wilhelm Hauff aus dem Jahr 1827. Die angeprangerten Themen der Profitgier, der Macht des Geldes und der Schere zwischen Arm und Reich sind noch genauso für unsere heutige Zeit gültig. Das Fantasy-Märchen überzeugt außerdem mit dem Ensemble von Moritz Bleibtreu, Frederick Lau, Sebastian Blomberg, Henriette Confurius, David Schütter und weiteren hochrangigen Darstellerinnen und Darstellern. Beim Deutschen Filmpreis 2017 wurde der Film für das beste Maskenbild und die beste Filmmusik ausgezeichnet.

1

Leser-Kommentare öffnen

Matthäus53, 27. Dezember 2021, 12:36 Uhr


Ist das sogenannte kalte Herz in der Adventszeit nicht fast schon alltäglich auf vielen Balkonen, Vorgärten ,Tannenbaum Beleuchtungen , Hausblinklichtern präsent, so daß man die menschliche Kälte fast schon gar nicht mehr spürt ? Wenn die Adventszeit beginnt , manchmal schon zig Tage vorher, leuchten von überall von Balkonen oder in den Vorgärten die elektrischen Beleuchtungen . Es ist sicherlich schön anzusehen, wenn es zur dunklen Winterzeit mit immer weniger Schnee wegen des Klimawandels auf einmal hinter jedem Busch oder Tanne blinkt und blitzt, aber ist das wirklich das warme Licht, des liebenden Heilandes nach dem wir uns eigentlich alle sehnen, oder ist es eigentlich nur noch das kalte , überwiegend von Atom produzierte Licht , daß eh auch noch teuer bezahlt werden muß ? So strahlt der eine Vorgarten manchmal mit mehr Beleuchtung wie beim Nachbarn auf der anderen Straßenseite . Während die einen nur einen blinkenden Nikolaus am Balkon hängen haben , steht bei einigen schon am Eingang und zusätzlich auf der Terrasse ein Tannenbaum und bei anderen sogar der Schlitten vom Weihnachtsmann samt Blinkbeleuchtung und allen Renntieren . Bis Weihnachten 2019 waren die Kirchen noch gut besucht und überfüllt, mit Leuten , die es sonst nicht schafften in die Sonntags Gd. zu kommen, aber diese bleiben wegen Corona jetzt auch weg aber dafür blinkt und blitzt es umso mehr von Balkonen , Terrassen und Vorgärten ! Aber ob das Licht nur Dekoration ist oder von Herzen kommt ja, daß müßte mal kritisch hinterfragt werden !
Bitte melden Sie sich erst an, um eine Antwort zu verfassen
zum Login
Bitte melden Sie sich erst an, um einen Kommentar zu verfassen
zum Login
Per E-Mail empfehlen