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Die Bibel lesen

Aus der Printausgabe - UK 49 / 2021

Walter Schroeder | 3. Dezember 2021

Woche vom 5. bis 11. Dezember

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Sonntag:    1. Samuel 2, 1-10
Montag:     Sacharja 5, 1-11
Dienstag:     Sacharja 6, 1-8
Mittwoch:     Sacharja 6, 9-15
Donnerstag:     Sacharja 7, 1-14
Freitag:     Sacharja 8, 1-8
Samstag:     Sacharja 8, 9-19

Bedeutsam ist, dass in den Geschichten Engel auftreten. Sie fungieren gewissermaßen als Dolmetscher und geben die göttlichen Botschaften an den Propheten weiter, während Gott als der Erhabene, Verborgene und Unzugängliche eher im Hintergrund bleibt. In Gottes Namen beantworten sie die Fragen Sacharjas, die dieser zu den rätselhaften Visionen stellt.

Diese Engel sind aber nicht nur Boten, die völlig hinter der Nachricht, die sie überbringen, zurücktreten, sondern sie sind hier in Gottes Namen Bevollmächtigte und Beauftragte. Man kann vielleicht beim Lesen an Gemälde des Malers Marc Chagall denken, der viele biblische Inhalte visionär dargestellt hat.

Nur sind es hier bei Sacharja „Wortbilder“, die natürlich in der Phantasie des Lesers auch wieder bildhafte Vorstellungen entstehen lassen. Das heißt aber auch, dass es sich hier um eine „künstlerische Verkündigung“ handelt, die man nur schwer rein rational und wissenschaftlich erklären kann, sondern eher nur zu deuten vermag. Es sind noch immer kraftvolle Bilder, die durch Zeiten der Sprachlosigkeit helfen, weil sie – wie große Kunst immer – über den Augenblick und sich selbst hinausweisen.

Sacharja wendet sich auch an die noch in Babel Gebliebenen (2,10), und er erwartet sogar, dass die Heidenvölker sich zu Jahwe hinkehren. Die Religion eines kleinen Volkes hat die Grenze zu einer Weltreligion überschritten. Kapitel 8 bildet wohl den ursprünglichen Schluss des Sacharjabuches.

Sacharja 9-14 folgt dann eine Sammlung von vier endzeitlichen (eschatologischen) Hoffnungstexten, die sich so abgrenzen: Der erste 9,1-17; der zweite 10,3b -12; der dritte12,1-4a.5.8-9 und schließlich 14,1-13.14b-21.

Die ersten drei Sammlungen gehen auf die erste Hälfte der persischen Epoche zurück, die vierte (14) scheint jüngeren Ursprungs zu sein und ist insgesamt wesentlich pessimistischer. Hinzu traten dann eine pro-judäische, aber Jerusalem-kritische Schicht, und die bedrückenden Hirtentexte (11) traten zurück, die im Widerspruch zu den Hoffnungstexten der ersten drei Sammlungen stehen.

Diese zuletzt hinzugefügten Abschnitte sind vermutlich nach Nehemia zu datieren, das heißt in eine Zeit, als Jerusalem bereits wieder ein Machtzentrum geworden war, das Kritik von außerhalb hervorrief. Es ist anzunehmen, dass eine Endredaktion von Sacharja 9-14 die vier Sammlungen zusammengestellt hat und sie mit 12,6-7, 12,10-13,6 und den Hirtentexten ergänzt hat. Die Hirten sind hier allerdings nicht die geistlichen, also die „pastoralen“ Führer des Volkes – jedenfalls nicht in erster Linie –, sondern die Regenten, der König und seine Berater und Verwalter.

Wochenspruch
Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. Lukas 21, 28b

Wochenlied
O Heiland, reiß die Himmel auf EG 7
oder
Es kommt die Zeit, in der die Träume sich erfüllen EGE 8

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