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Die Bibel lesen

Aus der Printausgabe - UK 29 / 2021

Albert Henz | 16. Juli 2021

Woche vom 18. bis 24. Juli

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Sonntag:    Psalm 9
Montag:    Apostelgeschichte 21,15-26
Dienstag:    Apostelgeschichte 21,27-40
Mittwoch:    Apostelgeschichte 22,1-21
Donnerstag:    Apostelgeschichte 22,22-30
Freitag:    Apostelgeschichte 23,1-11
Samstag:    Apostelgeschichte 21,1-14

In Jerusalem kommt es, wie angekündigt und befürchtet! Zwar wird Paulus von der Gemeinde herzlich aufgenommen. Sie freuen sich auch über das, was er berichten kann. Sie selbst erzählen von der Zahl der Juden, die zum Glauben an Christus gekommen sind. Allerdings werden auch wieder die alten Vorwürfe gegen ihn laut. Vor allem, dass er die Beschneidung nicht von allen verlangte.

Paulus bezeugt seine Hochachtung vor der jüdischen Tradition, ja seine eigene Herkunft und Ausbildung in dieser Tradition. Zum Zeichen seines guten Willens gehen er und seine Gefährten auf ein jüdisches Reinigungsritual ein und praktizieren es. Er erinnert an die Beschlüsse des Apostelkonzils, die die Beschneidung nicht mehr verlangten, sondern einen gangbaren und auch von Paulus verbindlich verfolgten Kompromiss gefunden hatten. Dann verbreitet sich das Gerücht, er habe jemanden, der kein Jude ist, in den Tempel gehen lassen. Die Stimmung heizt sich auf. Deutlich ist, wie diese spannende Erzählung insgesamt Züge des Leidens trägt, das auch Jesus in Jerusalem widerfahren ist.

Wegen Aufruhrs wird die römische Verwaltung eingeschaltet. Paulus darf zum Volk sprechen. Ausführlich berichtet er seine Biographie und Glaubensentwicklung. Er ist Jude, in Jerusalem in der pharisäischen Tradition ausgebildet. Er verfolgte die Anhänger Jesu, beteiligte sich mit Freude an der Steinigung des Stephanus. Allerdings führte Gott ihn einen anderen Weg. Wie Jona musste er seine Haltung ändern – durch Gottes eigenes Eingreifen auf dem Weg nach Damaskus. Der Kyrios Jesus selbst sprach zu ihm und stellte ihn in Dienst.

Die Gegner des Paulus, jetzt die „Eiferer“ akzeptieren das alles nicht. Nur mit Beschneidung akzeptieren sie neue Mitglieder. Von Teilen der Juden wird auch die Botschaft von der Auferstehung abgelehnt.

Der römische Oberst will Paulus verhören und auspeitschen lassen. Der zieht jetzt ein anderes Ass: Er beruft sich darauf, dass er die römische Staatsbürgerschaft hat. Sie wurde ihm als Belohnung für Verdienste um den römischen Staat verliehen. Der Oberst bringt Paulus vor den Hohen Rat – dort sollen sie sich über diese innerjüdische Auseinandersetzung verständigen. Vor weiteren Maßnahmen fürchtet er sich wegen der römischen Staatsbürgerschaft des Paulus. Aber die Sache bleibt unbefriedet.

Ein Anschlag, der Paulus das Leben nehmen soll, wird geplant, aber vom Sohn der Schwester des Paulus vereitelt. Jetzt lässt der Oberst Paulus mit einem Begleitschreiben und einer beschützenden Eskorte zum Statthalter Felix bringen. Der lässt ihn bis zu einem offiziellen Anklageverfahren festsetzen.

Wochenspruch
So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.
Epheser 2,19

Wochenlied
Nun lasst uns Gott dem Herren Dank sagen und Ihn ehren EG 320

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