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Die Bibel lesen

Aus der Printausgabe - UK 17 / 2021

Walter Schroeder | 23. April 2021

Woche vom 25. April bis 1. Mai

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Sonntag:    Psalm 67
Montag:     Daniel 3, 1-30
Dienstag:     Daniel 5, 1-30
Mittwoch:     Daniel 6, 1-29
Donnerstag:     Daniel 7, 1-15
Freitag:     Daniel 7, 16-28
Samstag:     Daniel 8, 1-27

Der Name Daniel (Gott richtet) ist bis heute beliebt, aber wer kennt noch die Geschichten dazu? Diese Woche schafft Abhilfe: An den mächtigen Hof Babels mit aller seiner orientalischen Pracht werden wir geführt. Die Babylonier gingen bei der Integration nicht ungeschickt vor. Sie verzichteten weitgehend auf Druck und Zwang, stattdessen wurde exzellente Ausbildung geboten, damit die Heranwachsenden „an des Königs Hof dienen“ konnten – nicht im Sinne von „servieren“, sondern um verantwortungsvolle Aufgaben und Ämter zu übernehmen.

Ein folgenreiches Problem zeigt sich allerdings, als Daniel und seine Freunde des Königs Nahrung mieden, weil die nach den jüdischen Speiseregeln nicht „koscher“(= rein, also thora-gemäß) zubereitet war. Denn hier zeigt sich eine Grenzlinie.

Nachdem Daniel wie Joseph in Ägypten die königlichen Träume entschlüsseln kann, gerät er in das Räderwerk höfischer Intrigen und wird mit seinen Freunden in eine gemeine Falle gelockt. Im siebenfach befeuerten Glutofen gesellt sich aber ein „Gottessohn“, ein vielleicht durchaus menschlicher Retter, wie ein Engel zu den Männern. Der König selbst hat ihn gesehen (3,25 und 28)! Die Männer vertrauen aber darauf: „Wenn unser Gott will, kann er uns erretten!“ (3,17). In Babel tat er es. Aber als viele Jahrhunderte später durch die Nazis in hochentwickelten Verbrennungsanlagen abertausende Juden mörderisch verbrannt wurden und keine Rettung fanden, gewann auch die Fortsetzung des Satzes neue Bedeutung: „Auch wenn er‘s nicht tun will, so sollst du, König, dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht anbeten.“

Ein hoher Symbolwert und viel Trost ist auch von zwei weiteren Geschichten ausgegangen: Der deutsche Jude Heinrich Heine war längst nicht der Einzige, der das gotteslästerliche „Gastmahl des Belsazer“ künstlerisch aufnahm. Auch „Daniel in der Löwengrube“ wurde und wird vor allem Kindern erzählt. In der jüdischen Folklore blühen diese Szenen lebhaft weiter. Diese Geschichten gehören gewissermaßen zum biblischen Grundwissen für Juden und Christen.

Im zweiten Buchteil sind Visionen aufbewahrt, die das Schicksal der Weltreiche deuten. Das ist weniger Prophetie im bisherigen Sinn, vielmehr werden Endzeitszenarien ausgemalt, Apokalypsen also. Dazu muss man bedenken, dass die Danielgeschichten erst im 2. Jahrhundert vor Christus als jüngstes Buch in den Kanon des ersten (alten) Testamentes aufgenommen wurden. Das war die Umbruchzeit des Alexandernachfolgers Antiochus IV. Epiphanes, der dem Judentum die griechische Kultur aufzwingen wollte: Der Tempel zu Jerusalem wurde als Apollotempel geweiht! Ein unfassbarer Skandal! Das konnte in den Vorstellungen der Juden nur die Endzeit sein!

Wochenspruch
Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
2. Korinther 5,17

Wochenlied
Die ganze Welt, Herr Jesu Christ EG 110

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