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Mit Fantasie gegen den grauen Alltag

Gottesdienst mit Kindern

Aus der Printausgabe - UK 15 / 2021

Anke von Legat | 14. April 2021

Im Krankenhaus können biblische Geschichten zu einem Schatz werden

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Kindergottesdienst in einer Kinderklinik – das ist eine besondere Situation, bei der man nie weiß, was einen erwartet, erzählt Hilke Bertelsmann, die zum Kigodi-Team des Evangelischen Krankenhauses in Bielefeld-Bethel gehört. Schon die Einladung ist deutlich aufwändiger als andernorts: Die Mitarbeiterinnen gehen durch die Stationen und holen die Kinder ab; Infusionsständer, Rollstühle oder auch mal ein Bett werden einfach mitgenommen. Manchmal kommen auch Eltern oder Geschwister dazu, die gerade zu Besuch sind.

Im Gottesdienstraum, der vorher schön hergerichtet wurde, sammelt sich also eine bunte Mischung von Kindern ab vier, Jugendlichen und Erwachsenen. Auch muslimische Kinder sind ab und zu dabei; sie werden sogar von ihren Eltern geschickt, nach dem Motto „Hauptsache Gottesdienst“. „Manche sind ganz munter und freuen sich über die Abwechslung im langweiligen Klinikalltag“, erzählt Hilke Bertelsmann. „Anderen sieht man die Belastung an, gerade den Jugendlichen.“ Eine feste Gruppe, wie sonst im Kindergottesdienst, gibt es nicht; nur selten treffen die Mitarbeitenden im Laufe der Wochen ein Kind mehrmals.

Auch der Ablauf der Feier hat Besonderheiten: „Basteln oder Bewegungsspiele fallen bei uns weg, wegen der körperlichen Einschränkungen“, sagt Bertelsmann, die im Hauptberuf Rektorin der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld-Bethel ist. Gespräche sind schwierig, weil die Kinder sich nicht kennen. „Außerdem müssen wir jederzeit damit rechnen, dass ein Infusionsständer piepst oder ein Kind sich schlecht fühlt.“

Daher steht neben einer kleinen Liturgie und einigen Liedern das Erzählen einer Bibelgeschichte im Mittelpunkt. „Ich habe noch nie Kinder erlebt, die so intensiv zuhören“, sagt Bertelsmann. „Wir müssen sogar aufpassen, dass ihnen manche Erzählungen nicht zu nah gehen – ich habe einmal einen kleinen Jungen erlebt, der bei der Geschichte von Zachäus‘ Einsamkeit in Tränen ausbrach.“

Darum sucht das Team, zu dem auch die beidenKlinikseelsorgerinnen gehören, Geschichten aus, in denen es um Trost und Beistand geht – und über die man auch mal lachen kann. „Meine Hoffnung ist, dass die Geschichten in der Fantasie der Kinder weiterlebt und ihnen den Klinikalltag etwas leichter machen“, sagt Bertelsmann.

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