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Sunnyi Melles in der Rolle der letzten deutschen Kaiserin Auguste Viktoria. Foto: arte

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Auguste Viktoria – Die letzte Kaiserin

TV-Tipp: arte, Do, 8.4., 20.15 Uhr

8. April 2021

30 Jahre war sie deutsche Kaiserin, vor 100 Jahren starb sie im niederländischen Exil: Auguste Viktoria. Öffentlich stand sie im Schatten ihres Gatten Wilhelm II., doch hinter den Kulissen nahm sie zunehmend Einfluss auf seine Entscheidungen, prägte und gestaltete das Kaiserreich – weit mehr als bisher bekannt.

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Sunnyi Melles in der Rolle der letzten deutschen Kaiserin Auguste Viktoria. Foto: arte

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Dabei sah sie sich leidenschaftlich und zuallererst als Ehefrau und als Mutter. Doch an der Seite des sprunghaften und gelegentlich depressiven Monarchen Wilhelm II. gewann sie an Macht. Sie schirmte ihren Mann ab von liberalen Entwicklungen und verhinderte Reformen hin zu einer parlamentarischen Monarchie. Je mehr dem Kaiser jedoch die Fäden der Herrschaft entglitten, desto mehr kämpfte die erzkonservative, bibeltreue Fürstin aus der Provinz für den Erhalt der in ihren Augen gottgewollten königlichen Herrschaft und des dazugehörigen Gesellschaftsmodells.

Daneben engagierte sie sich als Landesmutter in besonderem Maße für kirchliche Einrichtungen, karitative Vereine und Institutionen. Sie gründete die Evangelische Frauenhilfe und startete ein gigantisches Kirchenbau-Programm. Allein in den Arbeitervierteln Berlins entstanden 66 neue Kirchen, mit Gemeindehäusern und Kindergärten. „Kirchenjuste“ nannte sie deshalb spöttisch der Volksmund.

Der Film erzählt ihren Weg von der verhöhnten Provinzprinzessin zur mächtigen Kaiserin bis zu ihrem frühen Tod. Schauspielerin Sunnyi Melles und ihre Tochter schlüpften für den Film in die Rollen der jungen und der erwachsenen Kaiserin.

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