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Der Tübinger evangelische Theologe Jürgen Moltmann am 30.06.2017 auf der 26. Generalversammlung der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WCRC) in Leipzig. (Foto: epd)

Bedford-Strohm würdigt Theologen Moltmann zum 95. Geburtstag

Theologie

Stephan Cezanne/Karsten Frerichs (epd) | 8. April 2021

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Der Tübinger evangelische Theologe Jürgen Moltmann am 30.06.2017 auf der 26. Generalversammlung der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WCRC) in Leipzig. (Foto: epd)

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Hannover (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat den Theologen Jürgen Moltmann zu dessen 95. Geburtstag an diesem Donnerstag gewürdigt. «Er gehört zu den weltweit bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts», erklärte Bedford-Strohm am Mittwoch. Bis heute gebe Moltmann seine Ideen und Reflexionen an die Jüngeren weiter. Generationen von Theologinnen und Theologen seien von ihm maßgeblich geprägt worden, «auch ich rechne mich dazu».

   Moltmanns Theologie sei eine «Theologie der Hoffnung», die das Persönliche und das Politische miteinander verbindet, fügte Bedford-Strohm hinzu. Er könne über das Sterben und das Leben nach dem Tod ebenso substanziell und berührend schreiben wie über Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Gemeinsam mit
seiner verstorbenen Frau, der Nestorin feministischer Theologie in Deutschland, Elisabeth Moltmann-Wendel, habe er vielen jungen Theologinnen und Theologen «das Tor zur Welt geöffnet». In alledem sei Moltmann «immer zuerst Mensch geblieben».

   Moltmann wurde am 8. April 1926 in Hamburg geboren. Er lehrte von 1967 bis zur Emeritierung 1994 Systematische Theologie und Sozialethik an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Bekannte Werke sind «Der gekreuzigte Gott» (1972) und «Kirche in der Kraft des Geistes» (1975).

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Leser-Kommentare öffnen

Pierre Viret, 16. April 2021, 17:57 Uhr


Geht's noch banaler? Einen 95jährigen auf sein (Fast-)Erstlingswerk festlegen, dem dann doch viele weitere Werke gefolgt sind. "Jungen Theologinnen und Theologen habe er damit das 'Tor zur Welt' geöffnet - soll damit auf den Geburtsort Moltmanns angespielt werden? Haben die Älteren - also die heute 70- bis 90Jährigen - ihn nicht gelesen? Sicher, Frau Moltmann-Wendel stammte aus Herne - aber musste ihr Ehemann deshalb gleich wie Jürgen von Manger "Mensch bleiben"? Also, ährlich!
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