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Rückkehr in die fremd gewordene Heimat: Als Tomasz (Mateusz Damiecki) gemeinsam mit Hanna (Alice Dwyer) auf dem elterlichen Gutshof ankommt, muss er feststellen, dass dieser mittlerweile von den Nazis eingenommen wurde. Foto: arte

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Die verlorene Zeit

TV-Tipp: arte, Fr, 22.1., 20.15 Uhr

22. Januar 2021

In dem sensiblen Drama „Die verlorene Zeit“ wird die Lebens- und Liebesgeschichte der Jüdin Hannah und des Polen Tomasz erzählt. Den beiden gelingt es, während des Zweiten Weltkriegs aus Auschwitz-Birkenau zu fliehen.

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Rückkehr in die fremd gewordene Heimat: Als Tomasz (Mateusz Damiecki) gemeinsam mit Hanna (Alice Dwyer) auf dem elterlichen Gutshof ankommt, muss er feststellen, dass dieser mittlerweile von den Nazis eingenommen wurde. Foto: arte

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Auf ihrer langen Flucht werden sie getrennt, danach halten sie sich gegenseitig für tot. In den 70er Jahren erkennt Hanna Tomasz' Gesicht zufällig in einem Fernsehinterview wieder und setzt alles daran, ihn ausfindig zu machen.

Auschwitz-Birkenau 1944: Tomasz Limanowski, Katholik und politischer Häftling, liebt die Jüdin Hannah Silberstein. Die beiden arbeiten in der Lagerbäckerei und schaffen es, sich immer wieder dank Bestechung für ein Rendezvous zu treffen. Dennoch scheint ihre Liebe ohne Zukunft.

Hannah wird schwanger und Tomasz ist klar, dass etwas geschehen muss. Er freundet sich mit jemandem aus der Kleiderkammer an, und bald hat er aus alten Uniformresten eine deutsche Offiziersuniform geschneidert. Als Offizier verkleidet, holt er Hannah unter dem Vorwand aus dem Lager, sie verhören zu wollen.

New York, 70er Jahre: Hannah hat überlebt. Sie ist mit einem Psychiater verheiratet und hat eine Tochter. Eines Tages sieht sie durch Zufall in einer Fernsehdokumentation ein Interview mit dem mittlerweile 50-jährigen Tomasz, der von ihrer Liebe in Auschwitz erzählt. Sie nimmt Kontakt mit dem Suchdienst des Roten Kreuzes auf.

Zurück im Jahr 1944: Warschau wird in Schutt und Asche gelegt, und Hunderttausende Soldaten der polnischen Nationalarmee werden getötet. Hannah, die glaubt, dass Tomasz in Warschau umgekommen ist, zieht Richtung Westen und wird von einem Rotkreuz-Konvoi gefunden. Sie überlebt. Auch Tomasz hat überlebt ... Doch Tomasz' Mutter Stefania belügt ihn und sagt, dass Hannah tot sei.

Zurück in den 1970er Jahren: Tomasz – jetzt 54 – lebt mit seiner Tochter in einer polnischen Kleinstadt. Das Leben und der repressive polnische Politapparat setzen ihm zu. Da klingelt das Telefon, es ist Hannah. Tomasz erkennt sie sofort wieder und ist erschüttert. Sie verabreden einen Besuch …

Für die deutsche Regisseurin Anna Justice, deren Kinderfilm „Max Minsky und ich“ (2007) ihr international bereits viel Lob einbrachte, bedeutete das Holocaust-Drama „Die verlorene Zeit“ den internationalen Durchbruch. Beim UK Jewish Film Festival in London (2011), dem Los Angeles Jewish Film Festival (2012) sowie dem Zagreb Jewish Film Festival (2012) gewann der Film jeweils den Publikumspreis. Die Hauptdarstellerin Alice Dwyer gewann 2008 den Preis als beste Nachwuchsdarstellerin beim Filmfestival Max Ophüls in Saarbrücken für die Filme „Die Tränen meiner Mutter“ (2007) und „Höhere Gewalt“ (2007).

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