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Die Bibel lesen

Aus der Printausgabe - UK 02 / 2021

Jisk Steetskamp | 8. Januar 2021

Woche vom 10. bis 16. Januar

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Sonntag:     Psalm 72
Montag:       Lukas 4, 31-37
Dienstag:     Lukas 4, 38-44
Mittwoch:     Lukas 5, 1-11
Donnerstag: Lukas 5, 12-16
Freitag:        Lukas 5, 17-26
Samstag:     Lukas 5, 27-32

Zahlreich „wie der Sand am Ufer des Meeres“ (1. Mose 22,17), so lautet Gottes Verheißung an Abraham. Sie wirkt fort im Lukasevangelium. Schon mit den ersten Worten reiht sich der Evangelist in eine große Bewegung ein (Lukas 1,1). Eine Welle messianischer Erwartung: Hungrige und Erniedrigte hoffen auf Sättigung, Menschenwürde und das Aufblühen Israels, „wie er geredet hat zu … Abraham und seinen Kindern“, so heißt es in Marias Lied (Lukas 1,46–55).
Demgemäß gliedert der Evangelist seinen Stoff. Lukas 4,31–5,32 entspricht Markus 1,21–2,13. Ausnahme ist die Erzählung vom Fischzug des Petrus (Lukas 5,1–11). Was bei Markus und Matthäus ein kurzer Auftakt ist, der den Ruf Jesu an vier Fischer notiert, entfaltet Lukas zur zentralen Geschichte vom überreichen Fischzug des Petrus: Es geht ihm um die Vielen.
Die Episoden vor und nach dem Fischzug bilden eine Sehschule für die Zeichen und Zielrichtung des Königtums Gottes. Erst begegnet Jesus einem Menschen mit einem „unreinen Geist“, einem, der von einer inneren Dynamik befangen ist, die sein ethisches Urteilsvermögen zerstört. Ähnlich ergeht es Verschwörungssüchtigen, die von Wut und Wahn getrieben, ihren moralischen Kompass verlieren. In seiner Erregung erkennt der Besessene aber in Jesus zutreffend den „Heiligen Gottes“, also einen, dem Gott wie einst Samuel oder Simson je eine besondere Kraft zukommen lässt. Als er die Schwiegermutter des Petrus vom hohen Fieber befreit, erkennen die vielen(!) Dämonen des Hasses, die im Feuer des Fiebers lauern, Jesu Königsmacht an: „Du bist Gottes Sohn“ (Lukas 4,41 vgl. Psalm 2,7). Sie aber sollen schweigen. Er selbst trägt auf seine Weise die gute Nachricht vom Königreich Gottes aus. Der Evangelist weitet dabei den Blick schon über Galiläa hinaus auf die Synagogen in Judäa (Lukas 4,44). So stimmt er Leserin und Leser auf den reichen Fischzug des Petrus ein.
Hiernach sendet Jesus den von ihm geheilten Aussätzigen als Zeuge des Königtums Gottes in den Lebensbereich der Thora zurück: „zeige dich … wie Mose geboten hat“ (Lukas 5,14). Die Aufrichtung eines Gelähmten leitet er mit den Worten ein: „Deine Verfehlungen sind dir vergeben“ (Lukas 5,20). Das stößt auf Protest, denn irdische Vergebung sprengt immer die eingefahrene soziale und religiöse Logik von Ursache und Folge. Aber eben dieser Bruch erlaubt den aufrechten Gang. Schließlich fordert er den Steuereintreiber Levi auf, ihm zu folgen. Warum sucht er solcherart Leute auf? Jesu Antwort: Meine Aufgabe ist es, Menschen, die in die Irre gegangen sind (Lukas 5,32), Leben unter den Vorzeichen des Königtums Gottes zu eröffnen.

l Dr. Jisk Steetskamp, Pfarrer i. R., ist beteiligt an der Forschung am Fachbereich Neues Testament der Universität Frankfurt am Main.

Wochenspruch
Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Römer 8,14

Wochenlied
Christus, das Licht der Welt EG 410

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