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Die Bibel lesen

Aus der Printausgabe - UK 43 / 2020

Steffi Langenau | 16. Oktober 2020

Woche vom 18. bis 24. Oktober

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Sonntag:       Psalm  119, 121-128
Montag:         Jeremia 17, 5-13v
Dienstag:       Jeremia 18,1-12
Mittwoch:       Jeremia 19,1-13
Donnerstag:   Jeremia 20,7-18
Freitag:         Jeremia 21,1-14
Samstag:      Jeremia 23, 1-8

Wie in anderen prophetischen Büchern auch, so spielen die Zeichenhandlungen bei Jeremia eine wichtige Rolle. Sie stammen meist aus dem Alltagsleben, sie prägen sich ein, sie sind mehr als nur Illustration des Wortes. Sie sind bereits Teil seiner Wirkung.

Zwei Zeichenhandlungen aus dem Bereich des Töpferns stehen nahe beieinander. Die erste in Jeremia 18, 1-10, eher schon ein Gleichnis, zeigt erschreckend deutlich, wie uneingeschränkt groß Gottes Macht gegenüber seinem widerspenstigen Volk ist. Wie Ton ist es in der Hand des Töpfers, von seinem Wohlgefallen und Willen hängt es ab. Das ist damals wie heute zunächst eine beunruhigende Gottesvorstellung, weil der Mensch es gewöhnt ist, sich selbst und seine Möglichkeiten im Zentrum zu sehen. Es liegt aber auch eine leise Hoffnung darin. Der Ton wird, wenn das Gefäß unbrauchbar ist, nicht einfach entsorgt, sondern er kann umgeformt werden, bis das Gefäß seiner Bestimmung entspricht.

Anders steht es mit der Zeichenhandlung, die Jeremia vor Ältesten und Priestern tut, indem er ein Tongefäß vor ihnen zerschmettert. Da ist nichts mehr zu machen! Der Ort, an dem das geschieht, ist nicht zufällig gewählt. Es ist jener schaurige Platz, an dem das Volk seine Söhne und Töchter fremden Göttern geopfert hat (7,31; 19,2, 5ff). Auch wenn Menschenopfer heute der Vergangenheit angehören, ist es doch eine Frage wert, welchen eigenen Werten, Vorstellungen und Bedürfnissen Eltern heute ihre Kinder, wenn nicht opfern, so doch aussetzen.

Die politische Lage, die den Hintergrund dieser Kapitel bildet, verändert sich. Das Reich der Assyrer zerfällt, geht schließlich unter, 614 fällt Assur, 612 nimmt die vereinigte Streitmacht der Babylonier und Meder Ninive ein. Josia, der judäische König, zu dessen Regierungszeit Jeremia berufen wurde, fällt 609 in der Schlacht bei Megiddo. Schnell wechseln jetzt die Thronfolger in Jerusalem, und die meisten versuchen, sich aus der Lage als Vasallenstaat des babylonischen Reiches durch Paktieren mit anderen Völkern zu befreien. Ohne Erfolg. Dem Feldzug Nebukadnezars 597 kann Jerusalem nicht entgehen. Ein Teil der Bevölkerung wird weggeführt, die Stadt wird geplündert und muss fortan Tribute zahlen.
Die Könige werden in dieser Zeit als „Hirten“ bezeichnet, und Gott geht mit ihnen ins Gericht, weil sie sich um das eigene Wohl und nicht um die Herde kümmern (23). Es wird jedoch ein gerechter Hirte verheißen, der die zerstreuten Schafe wieder sammeln wird. Er soll aus dem Geschlecht Davids hervorgehen (23, 5-7). Frieden und Wohlergehen der Menschen sind ohne Gerechtigkeit nicht denkbar.

Wochenspruch
Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen; denn du bist mein Ruhm. Jeremia 17,14

Wochenlied
Ich singe dir mit Herz und Mund
EG 324

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