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Luther (Ben Becker) im fiktiven theologischen Kampf mit dem Papst (Simon Rudoff). Foto: arte

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Luthers Lieder

TV-Tipp: arte, So, 20.9., 22.55 Uhr

20. September 2020

Wenn von Martin Luther die Rede ist, dann denkt man zunächst an seinen legendären Thesenanschlag, seine Bibelübersetzung und seinen Kampf gegen das Papsttum.

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Luther (Ben Becker) im fiktiven theologischen Kampf mit dem Papst (Simon Rudoff). Foto: arte

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Aber wer denkt schon daran, dass Luther einer der erfolgreichsten Liedkomponisten Deutschlands war, der 38 Lieder nicht nur gedichtet, sondern auch komponiert hat? Lieder die noch heute, 500 Jahre nach dem Thesenanschlag, so populär sind, dass sie fast jeder kennt: „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ oder „Ein feste Burg ist unser Gott“, das schon Heinrich Heine als „Marseillaise der Reformation“ bezeichnet hat.

Dass Luther ein guter Sänger und passabler Lautenspieler war, ist bekannt. Wieso aber hat er sich auf dem Höhepunkt seines aufreibenden theologischen Kampfes ausgerechnet der Komposition von Gesängen gewidmet?

Was trieb den Reformator an, im Alter von bereits 40 Jahren ganz plötzlich Lieder wie am Fließband zu produzieren? Worin lag die geniale und zeitlose Qualität seiner Melodien, die inzwischen sogar von Pop- und Jazzmusikern interpretiert werden? Und warum gab es vor Luther überhaupt keine Gesangbücher?

Der Schauspieler Ben Becker begibt sich in die Welt Martin Luthers und sucht an bedeutenden Orten der Reformation, in Musikmuseen und Archiven nach den Quellen und Motiven für „Luthers Lieder“.

Dabei erklingen die Kompositionen auf historischen Instrumenten in der überraschenden Urfassung – und Ben Becker entdeckt, dass Luther nicht nur christliche Kampflieder und mitreißende Choräle komponiert hat, sondern auch ein gefühlvolles Liebeslied.

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