hg
Bild vergrößern
Grafik: TSEW/ www.shutterstock.com/Macrovector
Buchtipp

Wolfgang Riewe
Glück
Was uns Zufriedenheit und innere Erfüllung schenkt

zur Detailseite
Buchtipp

Vio Mütter
Der Notfall namens Jesus

zur Detailseite

Anzeige

Die Scherben und das Glück

Aus der Printausgabe - UK 35 / 2020

Karin Ilgenfritz | 24. August 2020

Bild vergrößern
Grafik: TSEW/ www.shutterstock.com/Macrovector

Anzeige

Während der Schulzeit war Andreas klar, dass er mal Journalist werden würde. In München, Hamburg oder Berlin wollte er leben. Ein „cooles“ Leben führen. Aber: Die Journalistenschule nahm ihn nicht an. Er war entmutigt. Stattdessen wurde er Beamter in einer Kleinstadt, heiratete und gründete eine Familie.

Sabine dagegen hat vom Leben auf dem Land geträumt. Mit ihrer Jugendliebe wollte sie eine große Familie haben, am liebsten als landwirtschaftliche Selbstversorger leben. Doch die Beziehung ging in die Brüche. Und in der nächsten Partnerschaft hat es mit Kindern nicht mehr geklappt. Nun lebt sie mit ihrem Mann in einer Großstadt.

Manche Träume platzen. Pläne funktionieren nicht. Da stellt sich die Berufslaufbahn als Fehlgriff heraus. Eine ungeplante Schwangerschaft macht dem Auslandsstudium einen Strich durch die Rechnung. Oder die Pflege von Angehörigen hält einen räumlich fest. Oder ganz andere Einflüsse von außen machen Pläne zunichte – wie jetzt die Corona-Krise.

Wie sang noch Ex-Beatle John Lennon:

"Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen."

Manches ist endgültig, etwa Kinderlosigkeit oder der Tod eines geliebten, nahen Menschen. Das muss verarbeitet werden und braucht Zeit. Anderes wie eine abgebrochene Ausbildung sieht zunächst nach Scheitern aus, kann sich aber als Segen erweisen.

Ermutigend ist, von Erfahrungen anderer zu profitieren – von Menschen, die bereits auf ein paar Jahre oder Jahrzehnte Leben zurückblicken. Manches in ihrem Leben hatten sie geplant, hatten eine genaue Vorstellung davon, wie es laufen soll. Doch dann kam es anders. Das ist anfangs nicht immer leicht, aber wenn man sich darauf einlässt, kann auch daraus etwas Gutes entstehen. Manche Träume platzen, Hoffnungen werden enttäuscht. Dennoch kann das Leben gut weitergehen.

Wesentlich dabei ist, nicht krampfhaft an Plänen festzuhalten, wenn die erkennbar nicht mehr realistisch sind. Sondern sich auch auf Zeiten der Ungewissheit einzulassen und zu schauen, welche Möglichkeiten sich bieten. Um bei den Beispielen vom Anfang zu bleiben: Sowohl Andreas als auch Sabine sind mit ihrem Leben heute zufrieden.

Ein Blick in die Bibel zeigt, dass geplatzte Träume und Pläne zum Menschsein gehören. Mose musste das Volk Israel aus Ägypten führen. Er hätte sich sein Leben wohl auch anders vorstellen können. Propheten wie Jona oder Jeremias hatten anfangs partout keine Lust, die ihnen von Gott gestellte Aufgabe zu erfüllen. Ähnlich manche Jünger Jesu. Und doch haben sie ihren Platz im Leben gefunden.

Übrigens ist es nicht für jeden Traum zu spät. Auch im fortgeschrittenen Alter kann man noch an den Ort ziehen, von dem man immer schon geträumt hat. Oder ein paar Sätze aus einer neuen Sprache lernen. Einige unserer Leserinnen und Leser haben im Ruhestand promoviert. Es gibt ermutigende Beispiele von Menschen, die manche einst zunichte gemachten Pläne später im Leben doch noch umsetzen.

0

Leser-Kommentare öffnen

Bitte melden Sie sich erst an, um einen Kommentar zu verfassen
zum Login
Buchtipp
Buchtipp

Vio Mütter
Der Notfall namens Jesus

zur Detailseite
Buchtipp

Wolfgang Riewe
Glück
Was uns Zufriedenheit und innere Erfüllung schenkt

zur Detailseite
Buchtipp

Vio Mütter
Der Notfall namens Jesus

zur Detailseite
Per E-Mail empfehlen