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Die Bibel lesen

Aus der Printausgabe - UK 33 / 2020

Michael Rydryck | 7. August 2020

Woche vom 9. bis 15. August

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Sonntag:    Psalm 141
Montag:     Markus 6, 1-6
Dienstag:     Markus 6, 7-13
Mittwoch:     Markus 6, 14-29
Donnerstag:     Markus 6, 30-44
Freitag:     Markus 6, 45-56
Samstag:     Markus 7, 1-15

Lesen Sie das Neueste aus Galiläa in Markus 6,1-7,15! Moderne Bibelausgaben tun recht daran, wenn sie diese Texte mit plakativen Überschriften versehen, denn das Markusevangelium bietet hier vor allem eines: Schlagzeilen. Ablehnung Jesu in seiner Heimatstadt! – Die Jesus-Bewegung wächst: Aussendung der Zwölf! – Tod des Täufers – politischer Mord erschüttert Galiläa! – Speisungswunder mit 5000 Menschen! – Jesus wandelt über Wasser! – Krankenheilungen in Nazareth! Und am Schluss noch ein besinnlicher Ausklang: Händewaschen allein genügt nicht – Jesus über unreine Hände und unreine Herzen!

Krankenberichte und Heilungsmeldungen bilden den Rahmen für diese Schlagzeilen. Selten scheinen biblische Texte so vertraute Themen zu behandeln: Ablehnung und Unverständnis für einen, der nicht den Erwartungen seiner Heimatgemeinde entspricht. Ein unbequemer Mahner, der von den Mächtigen mundtot gemacht wird. Fragen der Versorgungssicherheit. Die Schlagzeilen lenken die Aufmerksamkeit von einem Hotspot zum nächsten. Erschrecken und Erstaunen, Hoffen und Bangen, Unsicherheit und Unverständnis… „Und sie jammerten ihn, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.“ Jesus flieht das Leben und seine Schlagzeilen nicht. Er ist mittendrin, ohne lange Ruhepausen oder eine Möglichkeit zum Rückzug. Er redet, er heilt, er sendet aus...

„Und die Apostel kamen bei Jesus zusammen und verkündeten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Und er sprach zu ihnen: Geht ihr allein an eine einsame Stätte und ruht ein wenig. Denn es waren viele, die kamen und gingen, und sie hatten nicht Zeit genug zum Essen.“ Jesus klatscht nicht Beifall, er sorgt für seine Schüler und für die, die ihm folgen. „Und er nahm die fünf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, dass sie sie ihnen austeilten, und die zwei Fische teilte er unter sie alle. Und sie aßen alle und wurden satt.“

Und schließlich stellt Jesus eine Frage im Wettlauf der Schlagzeilen: Was macht eigentlich krank – von innen und von außen? Die Antwort ist unbequem: Es gibt Schlimmeres als ungewaschene Hände. „Versteht ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht unrein machen kann? Denn es geht nicht in sein Herz, sondern in den Bauch und kommt heraus in die Grube. […] Was aus dem Menschen herauskommt, das macht den Menschen unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen heraus die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Missgunst, Lästerung, Hochmut, Unvernunft.“
Das Markusevangelium bleibt aktuell.

Dr. Michael Rydryck ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Neues Testament und Geschichte der Alten Kirche an der Universität Frankfurt am Main.

Wochenspruch
Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern. Lukas 12,18

Wochenlied
Herzlich lieb hab ich dich, o Herr EG 397

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