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Tycho Brahe (Heiko Pinkowski, li.) und Johannes Kepler (Christoph Bach, re.) sind nicht immer gleicher Meinung. Foto: arte

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Johannes Kepler, der Himmelsstürmer

TV-Tipp: arte, Sa, 8.8., 20.15 Uhr

8. August 2020

Johannes Kepler gehört neben Galilei und Newton zu den Begründern der modernen Naturwissenschaft. Noch heute zählen seine Gesetze der Planetenbewegung zu den Grundlagen der Astronomie. Doch hinter seinen Entdeckungen steckt eine zutiefst dramatische Lebensgeschichte.

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Tycho Brahe (Heiko Pinkowski, li.) und Johannes Kepler (Christoph Bach, re.) sind nicht immer gleicher Meinung. Foto: arte

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Keplers Weg zum Weltruhm beginnt mit einem Schicksalsschlag. Im Zug der Gegenreformation wird der Protestant 1600 aus Graz vertrieben. Schutz findet er in Prag am Hof von Kaiser Rudolf II., wo ihn der dänische Astronom Tycho Brahe in sein Forschungsteam aufnimmt.

Brahe ist der bedeutendste Astronom seiner Zeit, Kepler steigt vom Provinzmathematiker ins Epizentrum der internationalen Top-Forschung auf. Er hat Zugang zu Brahes einmaligem Schatz empirischer Daten und er wird, als Brahe überraschend stirbt, sein Nachfolger als kaiserlicher Hofastronom.

Kepler will die Daten und die damals gängigen Vorstellungen vom Kosmos in Einklang bringen. Dabei muss er jahrhundertealte Dogmen über Bord werfen, vor allem die Vorstellung von der Erde als Mittelpunkt des Universums.

Nach und nach entwickelt er eine völlig neue Kosmologie, die Planeten erstmals als Körper beschreibt, die nach universellen Gesetzen um die Sonne kreisen. Ein jahrelanger Erkenntnisprozess – denn Intrigen der Brahe-Familie, persönliche Tragödien und historische Umwälzungen behindern seine Suche nach dem Bauplan des Kosmos.

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