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Die Bibel lesen

Aus der Printausgabe - UK 28 / 2020

Walter Schroeder | 3. Juli 2020

Woche vom 5. bis 11. Juli

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Sonntag:     Psalm 106,24-48
Montag:     1 Könige 14,1-20
Dienstag:     1 Könige 16,29–17,6
Mittwoch:     1 Könige 17,7-16
Donnerstag:     1 Könige 17,17-24
Freitag:     1 Könige 18,1-24
Samstag:     1 Könige 18,25-46

Vom Propheten Elia ist kein eigenes Buch überliefert wie von Jesaja oder Jeremia oder von Amos und all den anderen. Er ist also kein Schriftprophet, aber doch einer der gewaltigsten Gottesboten, die die Israeliten kennen. Die Abschnitte dieser Woche gehören geradezu zum Kern der alttestamentlichen Botschaft. Eine große Dürre – von Elia angekündigt – kommt über das Land. Er selbst zieht sich an den Bach Krit zurück; später geht er außer Landes und wird in Sarepta von einer Witwe aufgenommen. Er heilt ihren Sohn von schwerster Krankheit, und fortan können sie überleben, indem sie alles teilen.

Aber diese Geschichten sind nur der Auftakt zu dem ungeheuerlichen Geschehen, von dem in Kapitel 18 berichtet wird. Auf dem Bergrücken des Karmel sind die Baals-Priester zuhauf versammelt, während Elia allein ist mit seinem Gott. Ein spektakuläres Gottesurteil findet statt, durch das die anderen Götter bis ins Letzte beschämt und ihre Priester zu regelrechten Witzfiguren degradiert werden. Aber nicht nur das, es kommt für die Baals-Priester zu einem entsetzlichen Ende: Sie werden die Hänge des Karmel hinunter verfolgt, schließlich aufgebracht und von Elia wie in einem Rausch der Gewalt grausam gemetzelt. Man möchte diese Stelle in der Bibel am liebsten überlesen, aber sie steht da und erinnert in dieser fanatischen Brutalität leider nicht nur an die Vergangenheit.

Die Geschichte geht atemlos weiter. Aus dem Triumphator Elia wird im Handumdrehen der Gejagte! Über die Grenze seiner Kraft hetzt er weg, bis er schließlich in der Negev-Wüste, eine Tagesreise von Beersheva entfernt unter einem Wacholderbaum (=Ginster) körperlich und seelisch zusammenbricht. Er gibt auf: So nimm Herr meine Seele! Wörtlich: Und er wünschte sich den Tod!

Aber hier erfährt er aufs Neue die wunderbare Hilfe Gottes. Ein Engel, ein Gottesbote und -helfer tritt zu ihm mit Brot und Wasser: Steh auf, das Leben geht weiter, du hast einen weiten Weg vor dir. Am Horeb kommt es dann zu einer Gottesoffenbarung (die das Urteil auf dem Karmel nicht gewesen ist!): Im Windhauch (Pfingsten!) geht Gott an Elia vorüber. Der verbirgt sein Antlitz, sieht nicht, aber hört: Was hast du hier zu tun, Elia? (19,12ff.).

Aufschlussreich ist auch die Geschichte von Naboth, dem Jersreeliter, der dem König Ahab seines Vaters Erbe nicht geben will. Die trickreiche Königin Isebel zieht alle Register der Mächtigen, um wenigstens noch mit dem Anschein des Rechtes den begehrten Weinberg zu bekommen. Naboth wird mit gekauften Zeugen angeklagt, verurteilt und elend gesteinigt. Aber hier zeigt sich, dass er auch im Tode nicht rechtlos ist. Der Prophet Elia macht das infame Unrecht offenbar und kündigt dem überheblichen König ein blutiges Ende an.

Wochenspruch
Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Gal 6,2

Wochenlied
Komm in unsre stolze Welt EG 428

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