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Die Bibel lesen

Aus der Printausgabe - UK 07 / 2020

Luise Metzler | 7. Februar 2020

Woche vom 9. bis 15. Februar

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Sonntag:    Psalm 124
Montag:     1. Korinther 7, 17-24
Dienstag:     1. Korinther 7, 25-40
Mittwoch:     1. Korinther 8, 1-6
Donnerstag:     1. Korinther 8, 7-13
Freitag:     1. Korinther 9, 1-12
Samstag:     1. Korinther 9, 13-18

In 1. Korinther 7,17ff. nennt Paulus als Grundlage aller seiner Ratschläge die Berufung der Gemeinde durch Gott. Durch sie werden die Menschen zum Körper des Messias. Diese Berufung ist „aktiv zu gestalten, ob in den sexuellen Beziehungen, den ethnischen Gegebenheiten der Herkunft oder dem Rechtsstatus als Freigeborene oder Versklavte“. (Schottroff 113f.)

Dabei sind Entscheidungen zu treffen, die tief in den Alltag hinein wirken. Sollen Männer aus anderen Völkern sich beschneiden lassen? Wem gegenüber sind Versklavte verantwortlich? Müssen schwierige Ehen aufrechterhalten bleiben? Immer geht es darum, Gottes Ruf zu verwirklichen und Gottes Gebote zu halten. Das ist schwer in einer Welt, in der die Mehrheit versklavt ist. Diese Frauen, Männer und Kinder gehören unbegrenzt ihrer Herrschaft – bis hin zur sexuellen Verfügbarkeit. Für Paulus sind sie, wenn sie zur Gemeinde gehören, „von Gott gerufen und sollen so ihr Leben gestalten … als Freigelassene des Ewigen“ (7,20-22).

Doch wie ist es möglich, so zu leben im „täglichen Kampf, nicht zwei Herren dienen zu können“? Als Versklavte sind sie gezwungenermaßen tief eingebunden in das ungerechte römische Herrschaftssystem. Wie sollen sie dennoch nach der befreienden Thora Gottes leben? Ein Spagat! Ähnlich schwer ist es bezüglich der Frage, wie Ehen gelebt werden können, in denen nicht Herrschaft, sondern Freiheit und Gottes Gerechtigkeit wirken soll. Paulus weiß, wie zerrissen Eheleute sein können, wenn sie trotz der Bedingungen der Welt nach der Thora leben wollen (7,34ff.).

In Kapitel 8 geht es um ein Alltagsproblem. Alles Fleisch auf den Märkten ist vorher rituell fremden Gottheiten geweiht worden. Darf bei Kontakten außerhalb der messianischen Gemeinden solches Fleisch gegessen werden? Eine Einladung zu einem offiziellen Fest auszuschlagen kann zum Verlust des Arbeitsplatzes führen. Paulus rät zu einem menschenfreundlichen Kompromiss. Wer fest davon überzeugt ist: „Einzig und allein Adonaj ist für uns Gott“ (5. Mose 6,4), kann unbesorgt essen. Sie/Er verstößt nicht gegen das Gebot, andere Gottheiten zu verehren. „Doch nicht alle teilen dieses Wissen. Weil sie an eine Gottheit gewöhnt sind, essen manche bis heute Opferfleisch und unterwerfen sich dabei der Macht dieser Gottheiten.“ (8,7) Ihr keimendes Vertrauen in die Gottheit Israels, für die der Messias steht, darf nicht erschüttert werden. Paulus rät: „Deshalb – wenn Essen meine Geschwister von Gott entfremdet, will ich auf ewig kein Fleisch mehr essen, denn ich will meine Geschwister nicht von Gott entfremden.“ (8,13)

Quelle: Luise Schottroff, Der erste Brief an die Gemeinde in Korinth, Theologischer Kommentar zum Neuen Testament Band 7, Stuttgart 2013.

Wochenspruch
Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. Daniel 9,18

Wochenlied
Es ist das Heil uns kommen her EG 342

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