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Die Bibel lesen

Aus der Printausgabe - UK 28 / 2019

Dorothea Hahn | 5. Juli 2019

Woche vom 7. bis 13. Juli

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Sonntag:    Psalm 112
Montag:     Jakobus 3, 13-18
Dienstag:     Jakobus 4, 1-12
Mittwoch:     Jakobus 4, 13-17
Donnerstag:     Jakobus 5, 1-6
Freitag:     Jakobus 5, 7-12
Samstag:     Jakobus 5, 13-20

Auch in den folgenden Kapiteln führt Jakobus seine Mahnungen und Empfehlungen für das Hinterfragen der eigenen Verhaltensmuster aus:
• Weisheit und Klugheit stehen Neid und Streit gegenüber.
Neid, Streit und Lüge sind voller Unordnung, irdisch, nicht von Gott gedacht. Weisheit ist vom Heiligen Geist gewirkt – so würde es Paulus auch sagen. Weisheit und Klugheit zeigen sich in Freundschaft, echter Barmherzigkeit, Sanftmut und Gerechtigkeit und bewirken Frieden.

• Was ist mir davon vertraut? Was wünsche ich mir am sehnlichsten?
Die Ursachen für die Streitigkeiten und den Unfrieden in den christlichen Gemeinden sieht Jakobus im eigensüchtigen Begehren und im Abwerten des anderen, das zu keinerlei Gewinn führt. Es führt zu keinem inneren Gewinn, weil die Angesprochenen nicht Gott umfassend einbeziehen. Auch die Gebete sind kein Beten, sondern egoistisches Bitten um Dinge der Welt und können so nicht erhört werden. Beten zu Gott ist absichtslos, er wacht über unseren Geist.

Die Konzentration der Menschen darauf, in der Welt Freund zu sein und Freunde zu haben, hat die Nicht-Freundschaft zu Gott zu Folge. Wenn der Mensch sich auf die Liebe des Schöpfers einlässt, wird er seine Gnade erhalten.

Statt sich gegenseitig zu bekämpfen, werden die Angesprochenen aufgefordert dem Teufel zu widerstehen – durch äußere und innere Reinigung, durch das Erkennen der eigenen inneren Spiele. Noch eines setzt Jakobus darauf: Verleumdet und urteilt nicht, schaut nach dem Nächsten, wie es im Liebesgebot zusammengefasst ist. Wirklicher Richter ist nur einer. Erlösend ist, dass Gott die Menschen erhöhen wird.

Noch einmal wendet Jakobus sich explizit an die Wohlhabenden: Gegen ihre selbstsichere Lebensplanung, die im Widerspruch zu Gottes souveränem Handeln über das Leben und die Zeit steht. Dass sie ihre Schätze anhäufen, aber nicht teilen.
Zum Ende bittet er die Geschwister in den Gemeinden um Geduld in Bezug auf die bevorstehende Erwartung des wiederkommenden Herrn. Der Verfasser beschreibt dies mit dem Bild eines geduldigen und wissenden Bauern, der die endgültige Reife seiner kostbaren Früchte erwartet.

Mit weiteren Mahnungen für das Miteinander in der Gemeinde endet das Schreiben: Schwört nicht, betet, salbt Kranke, nehmt die Beichte ab, singt Psalmen im Namen des Herrn.

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