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Die Bibel lesen

Aus der Printausgabe - UK 12 / 2019

Albert Henz | 15. März 2019

Woche vom 17. bis 23. März

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Sonntag:    Psalm 10
Montag:     1. Samuel 14, 1-15
Dienstag:     1. Samuel 15, 1-35
Mittwoch:     1. Samuel 16, 1-13
Donnerstag:     1. Samuel 16, 14-23
Freitag:     1. Samuel 17, 1-30
Samstag:     1. Samuel 17, 31-58

Die Bedrohung durch die Philister und die Furcht der Israeliten hält an. Jonathan vollbringt eine Heldentat – nur begleitet von seinem Waffenträger tötet er einige Philister. Anders als sein Vater Saul vertraut er auf seine kleine Kraft und Gottes Hilfe.

Saul, der mit seinem Berufsheer inzwischen einige Siege errungen und sein Volk beschützt hat, gewinnt gegen die Amalekiter. Allerdings lässt er zu, dass das Volk den Bann nicht vollständig vollstreckt. Es kommt zur Auseinandersetzung zwischen ihm und Samuel. Saul will ein Dankopfer darbringen. Samuel erklärt ihm, dass Gehorsam gegenüber Gott, das Hören auf ihn, wichtiger ist als die Darbringung kultischer Opfer. Symbolisch reißt er ein Stück Stoff von Samuels Mantel und erklärt, dass Gott so das Königtum von Saul gerissen und einem gegeben habe, der ehrlicher ist. Mit dieser Erzählung wird begründet, warum Sauls Königtum keinen Bestand hatte. Dennoch trauert Samuel um Saul.

Spannend ist die Schilderung von der Salbung des Nachfolgers als König, David aus Bethlehem. Samuel wird in die Familie des Isai geschickt, der einige stattliche Söhne hat, äußerlich eindrücklich wie damals Saul. Aber Samuel muss lernen, dass Gott andere Kriterien hat. Weder die Dynastie noch Äußerlichkeiten sind entscheidend in Gottes Urteil. So wird ausgerechnet der jüngste und unerfahrene Sohn David von Gott berufen. Er wird von Samuel gesalbt und mit dem Geist Gottes erfüllt.

Sauls psychischer Zustand wird schwierig. Er hat Zornesausbrüche, Depressionen. Musik, Harfenspiel, soll ihm helfen. David, der Harfe spielen kann, wird deshalb an den Hof geholt. Er kann Saul tatsächlich helfen und gewinnt dessen Zuneigung.
Es folgt die bekannte Erzählung von David und Goliat. Während Saul und sein Heer Angst vor dem hoch gerüsteten und bewaffneten Riesen haben, der sie verhöhnt und herausfordert, besiegt ihn David, nur ausgerüstet mit seiner Hirtenschleuder und völlig ohne militärische Erfahrung. Wie die Tradition das Bild Davids nachträglich ausgemalt hat, sieht man zum Beispiel daran, dass er das Haupt des Philisters Goliat nach Jerusalem gebracht haben soll, obwohl diese Stadt noch gar nicht von Israel erobert war. Dass auch hier verschiedene Traditionen vom Aufstieg Davids zusammengewoben werden, erkennt man unter anderem daran, dass Saul David in dieser Erzählung erst jetzt, auf dem Schlachtfeld, kennenlernt.

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