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Foto: Rob Hampson on Unsplash

Apps helfen beim Fasten

Nachhaltigkeit

Aus der Printausgabe - UK 11 / 2019

Lisa Konstantinidis | 13. März 2019

Bewusster leben – ein Vorsatz, der gut in die Fastenzeit passt. Doch das ist nicht immer einfach. Digitale Helfer unterstützen das Vorhaben.

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Foto: Rob Hampson on Unsplash

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Die Fastenzeit ist eine Zeit freiwilligen Verzichts. Für viele stellt sich aber die Frage, welchen liebgewonnenen Gewohnheiten sie entsagen möchten. Neben Süßigkeiten oder Genussmitteln wie Zigaretten, Kaffee oder Alkohol gibt es schießlich auch andere Möglichkeiten des freiwilligen Verzichts: Manch einer lässt das Auto stehen und steigt stattdessen auf öffentliche Verkehrsmittel um. Andere nehmen sich vor, nachhaltiger zu leben.

Aber wo anfangen, wenn 40 Tage lang ökologisch leben auf der To-do-Liste steht? Das Internet weiß Rat, etwa zum plastikfreien Einkaufen. Auch diverse Apps kümmern sich um den Wissenshunger der umweltbesorgten Fastenden.

Saisonkalender gibt Auskunft

So gibt der Saisonkalender des Bundeszentrums für Ernährung Auskunft darüber, wann welches Obst oder Gemüse Saison hat. Darüber hinaus lässt sich mit einem Klick feststellen, welche Frucht oder welches Grünzeug auch im heimischen Anbau produziert wird oder wann Importware im Einkaufswagen landet. Und wer sich unsicher ist, wie etwa Artischocken, Endiviensalat oder Schwarzwurzeln aussehen, für den hält der Saisonkalender ein Foto jeder einzelnen Sorte bereit.
Dank der NABU-Siegel-App erfährt der Konsument per Fotoerkennung, ob ein Lebensmittel ökologisch empfehlenswert ist. Mit kurzen Texten informiert der Naturschutzbund Deutschland, was zertifiziert wird und welcher Vorteil für die Umwelt sich hinter welchem Siegel verbirgt.

Die Bewertung ist denkbar einfach: Grüner Daumen steht für ein empfehlenswertes Produkt, ein gelber Daumen für gute Ware, und ein roter Daumen kennzeichnet Produkte, die aus ökologischer Sicht nicht empfehlenswert sind. Werden gängige Standards der Produktion übertroffen, verteilt die App sogar zwei grüne Daumen. Eine Galerie gibt einen Überblick über alle Siegel.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland ermöglicht Verbrauchern mit seiner App „ToxFox“ herauszufinden, welche hormonellen Schadstoffe sich in Kosmetikprodukten verbergen. Sobald der Barcode gescannt wird, greift die App auf eine Datenbank von rund 80 000 Körperpflegeprodukten zu und zeigt an, welche hormonell wirksamen Stoffe in der Ware stecken. Dabei handelt es sich um synthetische Chemikalien, die in das Hormonsystem des Menschen eingreifen können und schädlich sind.

Zusätzlich kann mit Hilfe der ToxFox-App auch eine „Giftfrage“ gestellt werden. Verbraucher können mit der Anwendung auf ihrem Smartphone Hersteller von Kinderspielzeug auffordern, ihnen Auskunft über Schadstoffe in deren Waren zu erteilen. Antworten von Unternehmen werden in einer Datenbank gespeichert und stehen anschließend anderen Nutzern zur Verfügung.

Aus Lebensmittelresten leckere Gerichte zaubern

„Zu gut für die Tonne!“ lautet Name und Motto einer Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, die auch eine App hervorgebracht hat. Diese hält 577 Rezepte bereit, mit denen sich aus Lebensmittelresten leckere Gerichte zaubern lassen und unter anderem auch von Sterneköchen stammen. Nutzer geben ein, welche Zutaten ihnen zur Verfügung stehen und ob sie etwa eine Vorspeise, Hauptspeise oder Beilage zubereiten möchten. Anschließend schlägt die App passende Rezepte vor. Zudem gibt es Tipps für den Einkauf sowie zur Lagerung und Haltbarkeit von Lebensmitteln.

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