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China beutet seine rund zehntausend Goldminen schonungslos aus, um den Weltmarkt zu beherrschen. Foto: arte

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Goldfieber. Goldrausch 2.0

TV-Tipp: arte, Di, 12.2., ab 20.15 Uhr

12. Februar 2019

In den letzten 15 Jahren wurde mehr Gold gefördert als in sämtlichen Jahrtausenden zuvor. Wie ist dieser Goldrausch zu erklären? Welche Auswirkungen hat er auf Wirtschaft, Umwelt und unseren Lebensstil?

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China beutet seine rund zehntausend Goldminen schonungslos aus, um den Weltmarkt zu beherrschen. Foto: arte

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Eine zweiteilige Dokumentation gibt Einblick in ein korruptes System, in dem sich mächtige Staaten sowie kriminelle Banken und Unternehmen bereichern – auf Kosten von Minenarbeitern und mit fatalen Folgen für die Umwelt. Der erste Teil, „Goldrausch 2.0“, untersucht die politischen und ökonomischen Faktoren, die zur Explosion des Goldpreises beigetragen und den jüngsten Goldrausch ausgelöst haben.

Gold steht wie kein anderes Edelmetall für Reichtum, Macht und Schönheit. Jahrzehntelanger technischer Fortschritt sowie ein exponentiell gestiegener Marktwert machen es derzeit so begehrt wie nie. Bei der Finanzierung des organisierten Verbrechens spielt Gold heute eine wichtigere Rolle als Kokain. Etwa 20 Millionen Schwarzarbeiter setzen ihre Gesundheit oder sogar ihr Leben aufs Spiel, um den kostbaren Rohstoff zu fördern. China beutet seine rund zehntausend Goldminen schonungslos aus, um den Weltmarkt zu beherrschen. Die Umwelt leidet überall unter diesem Raubbau.

Die zweiteilige Dokumentation wirft einen Blick hinter die Kulissen des weltweiten Geschäfts mit dem Gold, das über die Schmuckherstellung hinaus eine zentrale Rolle in der Wirtschaft spielt. Der erste Teil, „Goldfieber 2.0“, untersucht die politischen und ökonomischen Faktoren, die zur Explosion des Goldpreises beigetragen und den jüngsten Goldrausch ausgelöst haben. Das Edelmetall ist heute seltener und schwieriger zu fördern denn je, doch aufgrund des astronomischen Preises sind die Erzeuger zu hohen Risiken bereit. Die Dokumentation deckt Missstände auf und zeigt darüber hinaus, dass für verschiedene Schritte der Produktionskette fairere, nachhaltigere und weniger gefährliche Alternativen möglich sind.

Im Anschluss um 21.05 Uhr: Goldfieber. Tödliche Nebenwirkungen

Der zweite Teil, „Tödliche Nebenwirkungen“, befasst sich mit den Menschen, die sich hinter dem glänzenden Goldmarkt verbergen. Rund 24 Millionen Männer, Frauen und Kinder schürfen Gold zum Teil illegal unter äußerst gefährlichen Bedingungen. Rund eine Million Kindersklaven schuften weltweit bis zur Erschöpfung in Goldminen. Tote durch einstürzende Gruben und Stollen, Lungenerkrankungen aufgrund des Quarzstaubs, Quecksilbervergiftungen, Hörschäden sowie dauerhafte körperliche Beeinträchtigungen durch das Tragen zu schwerer Lasten sind an der Tagesordnung.

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