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Foto: Kühlert

Ausverkaufte Uraufführung

Chormusical «Martin Luther King»

10. Februar 2019

Er setzte sich für die Rechte der schwarzen Bevölkerung in den USA ein und wurde 1968 von einem Rassisten ermordet: Im Januar wäre Martin Luther King 90 Jahre alt geworden. Jetzt erinnert ein Musical an den Bürgerrechtler und Baptistenpastor.

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Foto: Kühlert

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Essen (epd). Das Chormusical «Martin Luther King - Ein Traum verändert die Welt» hat am Samstagabend in der Essener Grugahalle Premiere gefeiert. 

4.500 Zuschauer waren zur Uraufführung gekommen und gaben am Ende stehende Ovationen. Das Stück skizziert die wichtigsten Stationen im Leben des Bürgerrechtlers und Baptistenpastors Martin Luther King (1929-1968). 

Neben internationalen Musical-Solisten, Big-Band und Streichorchester waren 1.200 Chorsängerinnen und -sänger beteiligt.

Vertreter von Politik und Kirchen riefen am Rande der Veranstaltung dazu auf, sich im Geiste des schwarzen US-Bürgerrechtlers für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen einzusetzen. «Wir müssen auch heute immer wieder lernen, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion, mit Friedfertigkeit,

Respekt und Toleranz miteinander umzugehen», sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU).

Das Chormusical ist ein ökumenisches Projekt. Die Stiftung Creative Kirche in Witten hat als Veranstalterin eng mit der Evangelischen Kirche im Rheinland, dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden und auch dem Bistum Essen zusammengearbeitet. Bischof Overbeck zeigte sich als einer der Schirmherren des Musicals am Abend hoffnungsvoll, dass dieses Projekt «die ökumenische Verbundenheit stärken kann».

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, schloss sich dieser Hoffnung an: «Martin Luther King verbindet Christen aller Konfessionen. Sein Kampf gegen Diskriminierung und Ungerechtigkeit ist sehr aktuell.»

Das Musical «Martin Luther King» stammt aus der Feder der Komponisten Hanjo Gäbler und Christoph Terbuyken. Die Texte zu den neu komponierten Liedern schrieb Andreas Malessa. Auch altbekannte Gospelsongs sind zu hören. Das Musical unterstützt zudem ein Projekt von «Brot für die Welt» für sauberes Trinkwasser in Kenia. Während der ersten Aufführung am Samstag spendete das Publikum dafür mehr als 13.300 Euro.

Aufführung beim Kirchentag

Am Sonntagabend war eine zweite Aufführung in Essen geplant, anschließend ist das Musical im Juni auch beim Kirchentag in Dortmund zu sehen. 2020 geht die Produktion auf bundesweite Tournee. Bei jedem Auftritt steht ein anderer Projektchor aus Chören und Einzelsängern aus der jeweiligen Region auf der Bühne. Der Veranstalter rechnet mit Kosten von insgesamt zweieinhalb Millionen Euro, die neben den Erlösen aus dem Kartenverkauf durch Sponsoren gedeckt werden sollen.

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