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Zuspitzung

Kirchentag

Von Gerd-Matthias Hoeffchen | 4. Oktober 2018

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Der Kirchentag hat entschieden: Er wird der AfD keine öffentliche Bühne bieten.

Vertreterinnen oder Vertreter dieser Partei werden nicht zu Podien oder Diskussionsveranstaltungen eingeladen, wenn sich der deutsche Protestantismus zu seiner zentralen Großveranstaltung 2019 in Dortmund trifft. Das zeigt: Der Konflikt zwischen evangelischer Kirche und AfD spitzt sich weiter zu. Galt für den Umgang mit der Partei bislang die Maßgabe: ernst nehmen, miteinander reden, das bessere Argument präsentieren, so zeigen Kirchentag und Spitzengremien der evangelischen Kirche jetzt deutlich mehr Härte.

Das ist nicht unumstritten. Nicht wenige weisen darauf hin, dass man so den Kontakt noch weiter verlieren wird zu denen, die sich ohnehin schon von etablierten Parteien und Institutionen nicht ernst genommen fühlen und auch deshalb ein leichtes Ziel für die AfD sind. Die neue Linie der evangelischen Kirche hält dagegen: Die AfD radikalisiere sich immer mehr. Hier sei nicht mehr der Dialog gefragt. Sondern ein klares Entgegentreten.

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