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Schändlich

Missbrauch

27. September 2018

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Es bleibt erschütternd, auch wenn man es jetzt schon so oft gehört hat: Menschen, die sich im Namen Jesu um Kinder und Jugendliche kümmern, tun ihnen Schlimmstes an. Missbrauch unter dem Deckmantel der Nächstenliebe und oft genug auch unter dem Schutz der Kirchen – die, die das erleben mussten, tragen die Spuren auch Jahrzehnte nach den Taten noch in der Seele.

Die Verantwortlichen in den Kirchen, katholisch wie evangelisch, haben diese Realität viel zu lange geleugnet und vertuscht. Die wissenschaftlichen Aufarbeitungen zeigen, wie perfide das kirchliche System dabei zu Werke ging: Statt Sexualstraftäter anzuzeigen, sorgten die Kirchen „brüderlich“ dafür, dass „ihren“ Leuten nichts geschah.

Dürfen wir uns da wundern, dass Menschen sich von der Kirche abwenden? Dabei ist der „Imageschaden“ noch das geringere Übel. Kirchen, die Sexualstraftäter als Seelsorger oder Leitungspersonen weiterbeschäftigen, haben ein riesiges geistliches Problem. Wenn sie das nicht in den Griff bekommen, können sie einpacken.

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