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Die Mitarbeiter waren Claude Dorniers wichtigstes Kapital. Foto: arte

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Claude Dornier – Pionier der Luftfahrt

TV-Tipp: arte, Sa, 15.9., 20.15 Uhr

15. September 2018

68 Flugzeugtypen wurden im Hause Dornier entwickelt, viele davon waren ihrer Zeit weit voraus. Angetrieben vom „Drange, etwas in der Luft zu betreiben“, schrieb der Deutsch-Franzose Luftfahrtgeschichte.

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Die Mitarbeiter waren Claude Dorniers wichtigstes Kapital. Foto: arte

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Claude Dornier, der Visionär mit deutschen und französischen Wurzeln wirkte von den Anfängen der Luftfahrt bis zur Landung auf dem Mond. Für die einen ist er ein besessener Konstrukteur und Querdenker, für die anderen ein geschickter Unternehmer, der einen Konzern mit bis zu 23.000 Beschäftigten führte. Mit dem Wasserflugzeug „Dornier Wal“, das auch der Polarforscher Roald Amundsen bei seiner Nordpolexpedition einsetzte, gelang Dornier in den 1920er Jahren der internationale Durchbruch.

Die zwölfmotorige „Do X“, damals das größte Flugzeug der Welt, schaffte den Sprung über den Atlantik und landete 1931 unter dem Jubel der Massen im Hafen von New York. Politische Entwicklungen durchkreuzten schicksalhaft immer wieder die Pläne Dorniers. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg, aber auch im Kalten Krieg entwickelt er Flugzeuge mit bahnbrechender Technologie.

Aufgrund mangelnder ziviler Einsatzmöglichkeiten und sich ständig verändernder politischer Bestrebungen im 20. Jahrhundert wurden viele seiner Projekte bereits kurz nach dem Erstflug eingestellt. Im Jahr 1969, nach dem Tod Claude Dorniers, kommt es zum offenen Konflikt innerhalb der Familie. Der Zerfall eines der namhaftesten Familienunternehmens Deutschlands beginnt. Bis heute ist die deutsche Luftfahrt- und Technikgeschichte ohne den Namen Dornier nicht denkbar.

Erinnerungen des Luftfahrtpioniers Claude Dornier, seltene Archivbilder, Animationen und Interviews mit Familienmitgliedern bilden die Grundlagen der dokumentarischen Spurensuche. Die Dokumentation von Thomas Wartmann geht der Frage nach, was für den legendären Flugzeugbauer wohl die treibende Kraft gewesen sein mag.

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