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Der Wirt Zinos (Adam Bousdoukos, re.) und sein kleinkrimineller Bruder Illias (Moritz Bleibtreu, li.): Hier beschallen sie die „Soul Kitchen“ mit einer gestohlenen Profiausrüstung. Foto: arte

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Soul Kitchen

TV-Tipp: arte, Mi, 13.6., 20.15 Uhr

13. Juni 2018

Zinos Kazantsakis hat gerade kein Glück im Leben. Seine Freundin Nadine zieht von Hamburg nach Shanghai, um sich dort beruflich zu verwirklichen.

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Der Wirt Zinos (Adam Bousdoukos, re.) und sein kleinkrimineller Bruder Illias (Moritz Bleibtreu, li.): Hier beschallen sie die „Soul Kitchen“ mit einer gestohlenen Profiausrüstung. Foto: arte

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Weil er Steuerschulden hat, droht sein heruntergekommenes Restaurant „Soul Kitchen“ geschlossen zu werden. Und dann plagen ihn noch Bandscheibenprobleme. Ausgerechnet jetzt taucht sein Bruder wieder auf. Illias ist spielsüchtig, kleinkriminell und sitzt im offenen Vollzug. In seiner Not steht der Wirt kurz davor, die „Soul Kitchen“ an den zwielichtigen Immobilienhändler Neumann zu verkaufen.

Doch das Blatt wendet sich: Mit Hilfe der beiden Kellner Lucia und Lutz sowie des neu angeheuerten Kochs bringt Zinos die „Soul Kitchen“ wieder auf Vordermann. Sobald der Laden brummt, will Zinos Nadine nachreisen, um ihre Beziehung zu retten. Als Geschäftsführer und Bevollmächtigten setzt er seinen Bruder ein, der dank Lucia wieder Halt im Leben gefunden hat. Neumann nutzt kurz darauf eine Schwäche Illias‘ aus, um an die begehrte Immobilie zu gelangen. Doch Zinos und seine Freunde denken nicht daran, ihre Heimat kampflos aufzugeben.

Eine heitere Komödie, die aber von ernsten Themen handelt. Der Film fragt nach der Bedeutung alter Werte wie Heimat, Liebe und Freundschaft in Zeiten von Finanzkrisen, Globalisierung und dem Ausverkauf ganzer Stadtteile. Regisseur Fatih Akin, sagte dazu beim Kinostart von „Soul Kitchen“: „Schließlich geht es um existenzielle Dinge. Um Trinken, Essen, Feiern, Tanzen, um Heimat. Ich wollte einen Film über Heimat machen, aber keine Heimat, die national definiert ist, nicht Deutschland oder die Türkei. Heimat als Zustand, nicht als Ort eben.“

Mit Birol Ünel (Shayn) und Adam Bousdoukos (Zinos) treten alte Bekannte aus Akins bisherigen Filmen auf, der fünf Jahre zuvor mit „Gegen die Wand“ international gefeiert wurde. Die Frauenrollen besetzte Regisseur Akin mit bis dahin wenig bekannten Schauspielerinnen: Pheline Roggan gibt die kühle Schönheit Nadine, Anna Bederke bezaubert als trinkfeste Alltagsphilosophin Lucia und Dorka Gryllus verkörpert die hilfsbereite Anna. Mit dem mitreißenden Soundtrack wurde „Soul Kitchen“ 2009 auf den Internationalen Filmfestspielen in Venedig mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet.

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