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Aus der Retorte

Kirche und Internet

Von Bernd Becker | 17. Mai 2018

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Im Grunde eine gute Idee und gewiss ganz im Sinne der EKD-Synoden 2014 und 2017. Hier wurden Rufe nach der „Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“ laut. Besonders die Jugenddelegierten hatten das Thema auf die Tagesordnung gesetzt.

Nun sehen wir also die 19-jährige Jana Highholder seit Kurzem mit ihren Videos in sozialen Medien wie Instagram oder YouTube. Sie zeigt Bilder aus ihrem Alltag und spricht über ihren Glauben. Das ist okay und professionell gemacht. Produziert vom Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, das für die EKD tätig ist.

Und da ist auch gleich der Haken: Video-Blogs und YouTube-Auftritte leben in der Regel davon, dass sie eben nicht immer perfekt gemacht sind. Sie wirken, weil jemand von einer Sache begeistert ist und darüber spricht. Der Anschein, dass etwas inszeniert wird, kommt bei den Internetnutzern meist nicht gut an.

Es ist ein hehres Ziel, den Glauben ins Netz zu bringen. Ob das mit konzipierten Video-Blogs und einer YouTuberin aus der Retorte gelingt, bleibt fraglich.

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