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Marie wollte eigentlich Musik studieren, aber ihre Eltern waren dagegen. Foto: arte

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TV-Tipp: arte, Do, 17.5., 22.40 Uhr

17. Mai 2018

Eine Jugend im Pariser Nobelviertel: Die acht Protagonisten waren einst Schulkameraden an dem Elitegymnasium Victor Duruy.

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Marie wollte eigentlich Musik studieren, aber ihre Eltern waren dagegen. Foto: arte

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Ihre Eltern sind Ärzte, hohe Staatsbeamte oder Führungskräfte; sie selbst gehören der französischen Elite an – jener Gesellschaftsschicht, über die man in Frankreich häufig auch abwertend spricht, über die man im Grunde genommen aber wenig weiß. Die Langzeitdokumentation begleitet die Jugendlichen von 2003 bis 2016 – von ihrem 16. bis kurz vor ihrem 30. Lebensjahr – und gibt unvoreingenommene Einblicke in das Leben der französischen Oberschicht.

Durch die ungewöhnlich lange Drehzeit von fast 15 Jahren und die intime Atmosphäre – Regisseurin Julie Gavras filmte selbst, lediglich assistiert von Emmanuelle Tricoire, der einstigen Geschichtslehrerin der Schüler – entstanden einfühlsame und sehr präzise Porträts der individuellen Werdegänge. Der Dokumentarfilm gibt Einblicke in eine besondere Phase im Leben der jungen Erwachsenen – die Zeit der „ersten Male“ in Sachen Liebe, Reisen, Arbeiten und Wohnen. Und er zeigt, wie man lebt, wenn man der französischen Elite angehört.

Der Dokumentarfilm versucht, eine Lücke zu schließen, die der französische Soziologe Nicolas Jounin treffend auf den Punkt brachte: „Von den großen ‚Milieustudien‘ des 19. Jahrhunderts bis heute wurde nichts häufiger erforscht als die Armen. Ganze Disziplinen, darunter die Soziologie, widmeten sich ihrer Untersuchung, ob verächtlich, solidarisch, mitleidig oder empört (…). Studien über die Reichen, das Großbürgertum und die Elite sind in Frankreich sehr selten.“

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