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Historischer Augenblick: Auf Einladung von Papst Franziskus nahmen der israelische und der palästinensische Praesident, Shimon Peres (l.) und Mahmud Abbas (M.), Pfingstsonntag 2014 am Friedensgebet für den Nahen Osten teil. Bei der beispiellosen Begegnung auf einer Wiese ohne religioese Symbole in den Vatikanischen Gaerten wurden für Juden, Christen und Muslime nacheinander getrennte Gebete gesprochen. Jetzt ist Simon Peres gestorben. Foto: epd

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Kirchen würdigen Peres als Visionär

Trauer um Shimon Peres

28. September 2016

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Historischer Augenblick: Auf Einladung von Papst Franziskus nahmen der israelische und der palästinensische Praesident, Shimon Peres (l.) und Mahmud Abbas (M.), Pfingstsonntag 2014 am Friedensgebet für den Nahen Osten teil. Bei der beispiellosen Begegnung auf einer Wiese ohne religioese Symbole in den Vatikanischen Gaerten wurden für Juden, Christen und Muslime nacheinander getrennte Gebete gesprochen. Jetzt ist Simon Peres gestorben. Foto: epd

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Hannover (epd/UK) Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat den verstorbenen Shimon Peres als große Figur der Zeitgeschichte gewürdigt. «Mit Shimon Peres verlieren Israel und die Weltgemeinschaft einen Visionär, der mit all seiner Erfahrung und Tatkraft zum ersehnten Frieden zwischen Israel und seinen Nachbarn beitragen hat», erklärte Bedford-Strohm am Mittwoch in Hannover: «Sein Versöhnungswerk, das sich auf ein tiefes Vertrauen in den von Gott verheißenen Frieden stützen konnte, bleibt über seinen Tod hinaus als Hoffnungszeichen bestehen.»

Peres war in der Nacht im Alter von 93 Jahren an den Folgen eine Schlaganfalls gestorben. Er war von 2007 bis 2014 Staatsoberhaupt und hatte zuvor zahlreiche andere politische Ämter bekleidet. 1994 erhielt Peres zusammen mit dem Palästinenserführer Jassir Arafat und dem israelischen Regierungschef Jitzchak Rabin für die Bemühungen um Aussöhnung im Nahen Osten den Friedensnobelpreis.

Auch Papst Franziskus zeigte große Betroffenheit über den Tod des ehemaligen israelischen Präsidenten. In einem Beileidstelegramm an dessen Nachfolger Reuven Rivlin würdigte er am Mittwoch Peres «unermüdliche Friedensbemühungen». Er erinnerte zugleich an das Friedensgebet, zu dem er Peres und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas 2014 in die Vatikanischen Gärten eingeladen hatte. «Ich hoffe, dass die Erinnerung an ihn uns alle dazu anregt, umso dringender für Frieden und Völkerversöhnung zu arbeiten», betonte das Kirchenoberhaupt.

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