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Auf ewig „ich“?

Wie man Berge versetzt

30. Januar 2015

Jeden Tag der gleiche Trott. Der Mensch bewegt sich in fest eingefahrenen Bahnen durchs Leben. Je länger, desto unabänderlicher. Tatsächlich? Veränderung ist möglich – wenn auch nicht leicht

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„Menschen ändern sich nicht.“ Das lehrt vermeintlich die Erfahrung. Aber die Bibel lehrt etwas anderes: Menschen können sich sehr wohl ändern. Darauf zu vertrauen gehört unbedingt zu einem christlichen Menschenbild. Niemand darf abgeschrieben werden, und niemand muss so bleiben wie er oder sie ist. Aber einfach ist das nicht. Der Glaube an Gott ist jedoch eine große Kraft, die auch hier durchaus Berge versetzen kann.

Die Persönlichkeit eines Menschen wird durch seine Gene geprägt sowie durch Familie und Umwelt. Experten bestätigen, dass sich bereits im Alter von zehn bis zwölf Jahren eine relativ gefestigte Persönlichkeitsstruktur entwickelt hat. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass sich Charaktereigenschaften und Einstellungen später noch ändern können. Nicht umsonst spricht man etwa davon, dass manche Frauen und Männer „altersmilde“ werden.

Auch besondere Erlebnisse können die Persönlichkeit beeinflussen. Gerade bei jungen Menschen gehören etwa Auslandsaufenthalte zu solch prägenden Ereignissen.

Im Neuen Testament ist immer wieder davon die Rede, wie der Glaube an Jesus Christus Menschen grundlegend verändern kann. Dies verkündet Jesus schon in seiner ersten Predigt im Markus-Evangelium: „Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Kehrt um und glaubt an die gute Botschaft!“ Jesus traut den Menschen Veränderung nicht nur zu, er fordert sie geradezu. Gleichzeitig hilft er dabei. Dies wird im Galater- Brief deutlich, der von der Freiheit spricht, die der Glaube schenkt. Auch von der Freiheit zur Veränderung. Hier steht die Liebe zum Nächsten im Mittelpunkt. „Durch die Liebe diene einer dem andern“, heißt es. Und weiter: „Wenn ihr euch aber untereinander beißt und fresst, so seht zu, dass ihr nicht einer vom andern aufgefressen werdet.“

Danach gilt es also, so manche Charakterschwäche über Bord zu werfen: Hader, Zorn, Zank, Neid oder Zwietracht werden in dem Brief genannt. Und der Heilige Geist verhilft zu solcher Veränderung: Liebe, Friede, Geduld und Freundlichkeit werden hier unter anderem genannt und ausdrücklich als „Früchte des Geistes“ bezeichnet. Dabei geht es allerdings nicht um ein simples „Friede, Freude, Eierkuchen“. Manche einer wünscht sich vielleicht kantiger, lauter oder widerständiger zu werden. Und auch diese Eigenschaften stehen einem Christenmenschen gut an – sofern die Liebe das Vorzeichen bleibt. Beispiele für Veränderungen bietet die Bibel reichlich. Ein prominenter Vertreter ist der Zöllner Zachäus, dessen Leben nach seiner Begegnung mit Jesus grundsätzlich anders wurde. Ebenso erging es dem Apostel, der sprichwörtlich „vom Saulus zum Paulus“ wurde.

Die schlechte Nachricht lautet also: Veränderung ist nicht einfach. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Veränderung ist im Leben immer möglich – nicht zuletzt durch die Kraft des Glaubens, durch das Gebet und den Heiligen Geist. Und das gilt ganz sicher bis ins hohe Alter.

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