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Durch Blau grün vor Neid? Eine wissenschaftliche Studie will belgt haben, dass viele Facebook-Nutzer nach der Nutzung des sozialen Netzes gefrustet sind. Foto: Felix Quittenbaum/Montage: rot

Facebook macht neidisch

Studie deckt auf

Aus dem Archiv (22.01.2013)

Die Nutzung des Netzwerks Facebook ruft einer wissenschaftlichen Doppelstudie zufolge Neid hervor und macht unzufrieden.

Die Befragung von 584 Facebook-Mitgliedern habe eine Beeinträchtigung der Lebenszufriedenheit besonders von passiven Nutzern des Netzwerks nachgewiesen, teilten Wirtschaftsinformatiker der Technischen Universität Darmstadt und der Berliner Humboldt-Universität mit.## Mehr als ein Drittel der befragten Facebook-Mitglieder, hauptsächlich Studenten, haben der Studie zufolge angegeben, während und nach der Nutzung vornehmlich negative Gefühle wie Frustration zu empfinden. Als Ursache der Frustration nannten sie häufig Neid. Die beispiellose Fülle an sozialen Informationen, wobei Leistungen häufig übertrieben dargestellt würden, erleichterten einen Vergleich, der leicht Neid erzeuge, erklärten die Wissenschaftler. Vor allem wer selbst kaum aktiv kommuniziere, sondern eher Informationen konsumiere, sei schmerzvollen Gefühlen ausgesetzt. Dabei nimmt die negative Wirkung von Facebook einen bedeutenden Stellenwert im Leben der Nutzer überhaupt ein. Die Befragten gaben an, dass ein Fünftel aller Ereignisse, die in jüngerer Zeit Neid bei ihnen hervorgerufen hätten, bei Facebook stattgefunden habe. Die Wissenschaftler wiesen nach, dass dies die Lebenszufriedenheit der Nutzer signifikant beeinträchtigte. epd