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Manche halten den Schiedsrichter für den »Fußballgott«. Den gibt's aber nicht, sagt EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider. Foto: Gernot Krautberger

Es gibt keinen Fußballgott!

Fußball und Religion

Aus dem Archiv (25.06.2010)

Fußball und Religion haben nach Ansicht des amtierenden Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, viel miteinander zu tun.

»Es geht zum Beispiel um die Bewältigung von Höhen und Tiefen«, sagte Schneider im Kölner Deutschlandfunk. Es gehe zudem darum, mit Erfolgen und Niederlagen umzugehen, ohne daran zu zerbrechen. Allerdings gebe es keinen »Fußballgott«, so der evangelische Theologe.## Auf die Frage, ob man für seine Mannschaft beten soll, sagte Schneider: »Gott ist nicht derjenige der das Spiel entscheidet.« Das seien die Mannschaften und die Art und Weise, wie sie spielen - »und manchmal auch die Schiedsrichter«, fügte Schneider hinzu, der auch Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland ist. Man könne allerdings bei Gott um die nötige Gelassenheit bitten, damit alle ihr Bestes geben. Bei einem möglichen Elfmeterschießen beim Spiel Deutschland-England am Sonntag werde er nicht für die deutsche Elf beten, sagte Schneider weiter. Gott sei ja kein Automat, bei dem man Geld einwirft, damit dann das Gewünschte herauskommt. Allerdings werde er dem jeweiligen Spieler dann wünschen, dass er bei seinem Schuss präsent und konzentriert ist, »dass er die Leistung, die er bringen kann, in dem Moment dann auch bringt«. epd