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Unter Hauptschülern ist das Rauchen deutlich stärker verbreitet als unter Gymnasiasten. Foto: Yvonne Bogdanski

Gebildete Kinder leben gesünder

Studie

Aus dem Archiv (29.09.2009)

Kinder aus gebildeteren Familien leben einer Studie zufolge gesünder.

So sind nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) unter Hauptschülern mit etwa der Hälfte der Befragten wesentlich mehr Raucher anzutreffen als unter Gymnasiasten (etwa ein Drittel). Auch Kinder von Nichtrauchern griffen an Hauptschulen häufiger zur Zigarette. ## Das IW, das den Angaben nach eine Repräsentativ-Befragung des Robert-Koch-Instituts auswertete, verwies auch auf den Einfluss von Einkommen und Bildungsstand der Eltern auf das Gesundheitsbewusstsein der Kinder. Eltern mit einem Nettoeinkommen von unter 1.000 Euro seien häufiger übergewichtig, rauchten eher und schickten ihre Kinder seltener zu den kostenlosen medizinischen Vorsorgeuntersuchungen als finanziell besser gestellte Eltern, erklärte das IW weiter. Damit beginne ein Teufelskreis, denn kranke Kinder würden später eingeschult, erbrächten schlechtere schulische Leistungen und besuchten seltener ein Gymnasium als gesunde Kinder. Das Institut sieht Kindertagesstätten, Schulen und Vereine hier in der Pflicht, auf ein gesundheitsbewusstes Verhalten hinzuwirken und Familien positiv zu beeinflussen. In der Schule sollten Gesundheitslehre und Kochen unterrichtet werden. Auch Familienhebammen und Sozialarbeiter könnten Hilfestellungen geben. www.iwkoeln.de