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Negativaufnahme des Turiner Grabtuches. Foto: Wikipedia

Kopie des Grabtuches von Turin

Stadt der Fastentücher

Aus dem Archiv (26.02.2009)

Das ostsächsische Zittau zeigt eine Kopie des berühmten Grabtuches von Turin.

Es soll in Zukunft während der Passionszeit vor Ostern in der katholischen Marienkirche zu sehen sein, teilte die Gemeinde mit. Das neue, über vier Meter große Tuch soll am Sonntag eingeweiht werden. Bis Karfreitag verhüllt es den Hochaltar der Kirche. Zittau wirbt als »Stadt der Fastentücher« um Touristen. In Museen bewahrt die Stadt zwei historische Tücher von 1472 und 1573 auf. Nach Angaben der katholischen Gemeinde erhält Zittau die weltweit dritte Kopie des Turiner Grabtuches, das nur selten zu sehen ist. Es zeigt die Konturen eines Menschen und wird von vielen Gläubigen als Grabtuch von Jesus Christus verehrt. Zur Einweihung ist ein Drei-Tücher-Rundgang mit Vorträgen am Großen und Kleinen Zittauer Fastentuch geplant. Im Anschluss ist in der Marienkirche eine Segnungsfeier für das neue Fastentuch vorgesehen, dessen Kosten mit 1.200 Euro angegeben werden. ## Der Brauch, während der vorösterlichen Fastenzeit Altäre, Bilder oder Reliquien zu verdecken, ist bereits um das Jahr 1000 überliefert. Das neue Fastentuch kann in der Marienkirche bis 10. April täglich von 9 bis 17 Uhr (außer zu den Gottesdiensten) besichtigt werden. Siehe auch Bericht Solange der Schmachtlappen hängt