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ZauberHaftes

Erika Moers schrieb am 13. Januar 2017 um 12:53 Uhr:

ZauberHaftes

Bleischwer hängt in trübem Grau
ein Winterhimmel über der Stadt.
Straßenlaternen leuchten nur matt
am frühen Abend - ein Wind weht rau.

Noch hält der Himmel die Schneeflocken fest;
bald werden sie fliegen
und weißlich liegen
auf Dächern und Wegen und kahlem Geäst.

Doch jetzt, im werdenden Dunkel der Nacht,
öffnet er sich, der farblose Himmel,
schickt weiße Flocken in wildem Getümmel
hinab auf die Erde, lautlos und sacht.

Und während ich schlafe, legt sich leise
eine weiße Decke über die Stadt,
kein Ding, das sie vergessen hat,
alles bedeckt sie auf gute Weise.

Früh am Morgen liegt’s unberührt,
die Straßenlaternen funkeln nun warm.
Mein Blick erhascht einen friedlichen Charme,
tief atme ich ein, eh sich alles verliert . . .

Es wird sich verlieren -
es ruft die Pflicht.
Aber: Vergesst jenen Augenblick nicht.

Erika Moers
Beiträge: 228
derversfinder schrieb am 14. Januar 2017 um 23:59 Uhr:

Im Schlaf

"Das Königreich Gottes
gleicht einem Mann,
der aussät auf´s Land,
und er schläft und steht auf,
es wird Nacht, es wird Tag
und die Saat keimt und wächst
- er weiß nicht, wie." (Mk 4,26 f)

Himmel und Erde
tun sich auf,
wenn wir schlafen.
Dann kommt die Pflicht.

derversfinder
Beiträge: 243
Alwite schrieb am 15. Januar 2017 um 09:03 Uhr:

Sei still und habe des Wandels acht....

Es wächst viel Brot in der Winternacht,
weil unter dem Schnee frisch grünet die Saat,
erst wenn im Lenze die Sonne lacht,
spürst Du, was Gutes der Winter hat.
Und deucht die Welt Dir öd und leer,
und sind die Tage Dir rauh und schwer:
Sei still und habe des Wandels acht –
Es wächst viel Brot in der Winternacht.

Friedrich Wilhelm Weber

Alwite
Beiträge: 509
Erika Moers schrieb am 15. Januar 2017 um 10:11 Uhr:

Geheimnis

Ein Geheimnis ist’s
um Sämann und Saat.
Während wir schlafen,
keimt und wächst,
verlässlich,
was wir zum Leben gebrauchen.
Welch Großes
ist uns da anvertraut . . .

Erika Moers
Beiträge: 228
derversfinder schrieb am 18. Januar 2017 um 00:26 Uhr:

Insider

"Euch ist das Geheimnis
des Königreichs Gottes gegeben,
doch denen da draußen
wird alles im Gleichnis zuteil."
Mk. 4,11
"...welch Großes
ist uns da anvertraut..."

derversfinder
Beiträge: 243
Matthäus53 schrieb am 22. Januar 2017 um 23:02 Uhr:

Zauberhafte Landschaften durch Winterkälte und versteckte Seelenkälte

Zauberhaft aussehend, besonders bei Sonnen- oder Mondschein. Schnee und Eis haben sich über Landschaften, Dörfer und Städte gelegt, und der passende Winterwind kommt angefegt. Der Wind vertreibt fast jedes Menschenkind aus den Straßen in die Häuser . Zauberhafte Landschaften sind jetzt Winter weiß, dann bald wieder fast zartgrün oder auch bunt . Landschaften sind Teil von Gottes Jahreszeiten Plan geworden.
Aber wenn wir heute durch Europa gehn, tut nicht nur Winterkälte wehn, denn nicht nur eisig Winterkälte zog herbei sondern auch tausende Menschen und Seelenkälte um zu zittern und zu bangen, nicht nur vor rauen Winterwind sondern vor der Menschen- Seelenkälte , wegen unter Schnee versteckten Drähten, Grenzzäunen und Auffanglägern, um still und fast unheimlich, Flüchtlinge zu behindern, abzuhalten und zurück zu drängen über Grenzen an Ihre angespannten Seelengrenzen.
Trotz eisig Wind hört man den Ruf der Verzweifellungen aus Richtung Religions- Öl - und Wirtschaftskriege.

Können wir hierbei noch ruhig liegen auf unsern warmen Liegen ? Tun diese sich nicht schon vor Verzweiflung biegen ?

Das sind Dinge die wir als Christen gar nicht können leiden. Darum all Ihr lieben, laßt uns ernst versuchen das zuletzt genannte zu vermeiden, damit die ANDEREN nicht müssen länger leiden . Dann endlich können wir wieder zauberhafte Winterlandschaften genießen und auch leiden anstatt seelisch zu erfrieren oder mit anderen zu leiden !

Matthäus53
Beiträge: 260
Erika Moers schrieb am 27. Januar 2017 um 09:43 Uhr:

Ein ZauberAugenBlick

Manchmal ist es in der Nacht,
dass der Schlaf nicht kommt.
So müde ist das Auge
der Bilder des Tages,
doch endlich im Morgengrauen
legt barmherzig eine sanfte Decke sich darüber.
Und geht der Tag dann auf,
erhascht das Auge
vielleicht gerade heute
jenen ZauberAugenBlick,
wenn Himmel und Erde sich auftun,
Mut und Vertrauen schenkend.
Auf denn
in diesen neuen Tag . . .

Erika Moers
Beiträge: 228
derversfinder schrieb am 29. Januar 2017 um 18:29 Uhr:

teamwork

Schneeglöckchen haben das Erdreich durchbrochen,
Blatthände hoben die Blüten hervor;
die werden sich bald über jene erheben
und Frühling dem läuten, der die Mauer durchbricht,

welche die Sinne um ihn gezogen
(dass "er sehend nicht sieht und hörend nicht hört"),
und die Sphäre betritt, die das Schneeglöckchen rief,
als er schlief.

derversfinder
Beiträge: 243
Alwite schrieb am 30. Januar 2017 um 16:57 Uhr:

Das Glöcklein decken flugs Flocken weich zu,
sein Ton kommt darunter noch einmal zur Ruh,
nun wartet's geduldig der ersten Wärme,
darüber lauschen der Raben Schwärme,
hoch oben im kahlen Wipfel des Baumes,
der Weise des funkelnden Wintertraumes.


Alwite
Beiträge: 509
Erika Moers schrieb am 31. Januar 2017 um 10:04 Uhr:

Erstarrtes durchbrechen,
ganz ohne Gewalt,
helfende Hände
sind bereit.
Welch eine Botschaft!
Versäume sie nicht!
Steh auf vom Schlaf,
entdecke das Wunder,
folge der Spur - es läutet
für dich und für mich.

Erika Moers
Beiträge: 228
Alwite schrieb am 8. Februar 2017 um 09:57 Uhr:

Das, worauf es im Leben ankommt,
können wir nicht voraussehen.
Die schönste Freude erlebt man immer da,
wo man sie am wenigsten erwartet.

Antoine de Saint-Exupéry

Alwite
Beiträge: 509
Erika Moers schrieb am 8. Februar 2017 um 18:47 Uhr:

Freude, von der man erzählen muss . . .

. . . wie Will Vesper es tut:

Eine stille Freude machte heut mich froh:
Eine Blume leuchtete, ein Licht floss irgendwo.
Und plötzlich war ich mir bewusst
des reichen Schatzes aller Lust,
der unverbraucht liegt allenenden.
Mir war, ich trüge Gold in vollen Händen
und ging und sagt' es jedem, der begegnet.
Und jeder kam und nahm und war gesegnet.

Erika Moers
Beiträge: 228
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