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Terror Tod Tränen

Erika Moers schrieb am 21. Juni 2017 um 18:15 Uhr:

Terror Tod Tränen


Einem Chamäleon gleich
unauffällig
erhebt sich plötzlich Böses
aus friedlicher Masse
schlägt zu
Tag um Tag
Terror
Tod
Tränen

Wo sind die FLAMMEN von Pfingsten,
die sich auf einen Jeden setzten,
um Gottes Reich zu verkünden?
Sind SIE längst schon verloschen?
Haben wir selbst SIE verlöschen lassen?

Herr,
was hast du vor
mit unserer Erde?
Mit DEINER Erde,
die du liebst?

Erika Moers
Beiträge: 243
Alwite schrieb am 22. Juni 2017 um 08:26 Uhr:

Oh Herr

bewahre mich vor dem naiven Glauben,
es müsste im Leben alles glatt gehen.
Schenke mir die nüchterne Erkenntnis,
dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge
eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind,
durch die wir wachsen und reifen.
Erinnere mich daran,
dass das Herz oft gegen den Verstand streikt.
Schick mir im rechten Augenblick jemand, der den Mut hat,
mir die Wahrheit in Liebe zu sagen.
Ich möchte Dich und die anderen
immer aussprechen lassen.
Die Wahrheit sagt man nicht sich selbst, sie wird einem gesagt.
Ich weiß, dass sich viele Probleme dadurch lösen,
wenn man vertraut.
Herr, gib, dass ich warten kann.
Du weißt, wie sehr wir der Freundschaft bedürfen.
Gib, dass ich diesem schönsten, schwierigsten,
riskantesten und zartesten Geschenk des Lebens gewachsen bin.
Verleihe mir die nötige Phantasie,
im rechten Augenblick ein Päckchen Güte,
mit oder ohne Worte,
an der richtigen Stelle abzugeben.
Mach aus mir einen Menschen,
der einem Schiff mit Tiefgang gleicht,
um auch die zu erreichen, die „unten“ sind.
Bewahre mich vor der Angst,
ich könnte das Leben versäumen.
Gib mir nicht, was ich mir wünsche,
sondern was ich brauche.
Herr, lehre mich die Kunst der kleinen Schritte!

Gebete von Antoine Saint-Exupéry („Der kleine Prinz“)

Alwite
Beiträge: 540
Erika Moers schrieb am 23. Juni 2017 um 10:41 Uhr:

Das kann ich mitsprechen, liebe Alwite, danke.
Mich erschreckt einfach das Böse in unserer Welt, das eine solch unerhörte Macht zu haben scheint, aber keine Allmacht. Weil ich das glaube, frage ich: "Herr, was hast du vor mit unserer Erde?"

Erika Moers
Beiträge: 243
Atlantica schrieb am 23. Juni 2017 um 20:21 Uhr:

EG 432

Liebe Erika Moers,

die Schöpfung hofft und seufzt und wartet auf Vollendung! Sicherlich Ihnen geläufig:
Gott gab uns Atem, damit wir leben (EG 432)
Veröffentlicht am 8. November 2012
von apanat
1. Gott gab uns Atem, damit wir leben.
Er gab uns Augen, dass wir uns sehn.
Gott hat uns diese Erde gegeben,
dass wir auf ihr die Zeit bestehn.
Gott hat uns diese Erde gegeben,
daß wir auf ihr die Zeit bestehn.
2. Gott gab uns Ohren, damit wir hören.
Er gab uns Worte, dass wir verstehn.
Gott will nicht diese Erde zerstören.
Er schuf sie gut, er schuf sie schön.
Gott will nicht diese Erde zerstören.
Er schuf sie gut, er schuf sie schön.
3. Gott gab uns Hände, damit wir handeln.
Er gab uns Füße, dass wir fest stehn.
Gott will mit uns die Erde verwandeln.
Wir können neu ins Leben gehn.
Gott will mit uns die Erde verwandeln.
Wir können neu ins Leben gehn.


Soli Deo Gloria

Atlantica
Beiträge: 178
derversfinder schrieb am 24. Juni 2017 um 00:10 Uhr:

Re.: Terror, Tod, Tränen

Herr,
hast Du überhaupt noch etwas vor
mit unsrer Erde - oder
machst Du "alles neu"?

derversfinder
Beiträge: 253
Erika Moers schrieb am 24. Juni 2017 um 19:52 Uhr:

Danke lieber Atlantica, für die Verse, die von Augen, Ohren, Händen sprechen, mit denen wir Menschen ausgestattet sind. Und der Schöpfer überlässt es uns, sie zu gebrauchen - zu Gutem und auch zu Schlechtem.
Gottes Gedanken
sind nicht
unsere erden-begrenzten Gedanken.

Ob es den HERRN erneut reut,
den Menschen gemacht zu haben, wie wir bei Mose lesen,
lieber dvf?
Ob ER
einen neuen Himmel
und eine neue Erde
erschaffen wird? (Offenbarung 21)

Erika Moers
Beiträge: 243
derversfinder schrieb am 25. Juni 2017 um 00:29 Uhr:

Antwort:

...das ist in der Tat
die Frage.

derversfinder
Beiträge: 253
Atlantica schrieb am 25. Juni 2017 um 10:13 Uhr:

Versuch (einer Antwort)

Ein Versuch

Die Zeit heilt deine Wunden
Fragen ohne Antwort
auch diese:
das Meer wird einmal nicht mehr sein
wenn der letzte Fluss vergangen
der letzte Tropfen versiegt
das Ende kann's nicht sein.


Soli Deo Gloria

Atlantica
Beiträge: 178
Alwite schrieb am 29. Juni 2017 um 09:45 Uhr:

Verlange nichts von irgendwem,
laß jedermann sein Wesen,
du bist von irgendwelcher Fem
zum Richter nicht erlesen.

Tu still dein Werk und gib der Welt
allein von deinem Frieden,
und hab dein Sach auf nichts gestellt
und niemanden hinieden.

Christian Morgenstern

Jeder neue Tag, beginnt mit dem Schritt in eine Richtung, die uns selbst zu bestimmen nicht immer gegeben ist. Wohin wir uns auch wenden, allein unseren Frieden dürfen wir getrost auf alle Pfade streuen...

Alwite
Beiträge: 540
derversfinder schrieb am 30. Juni 2017 um 00:26 Uhr:

Danke...

...für diese wohltuende
Entbindung von Fragen,
die zu schwer sind
für uns.

derversfinder
Beiträge: 253
Alwite schrieb am 30. Juni 2017 um 16:36 Uhr:

Gott, was hast du vor?

Lieber dvf, Rainer Maria Rilke beantwortete seine Frage an Gott einmal so:
Gott spricht zu jedem nur, eh er ihn macht,
dann geht er schweigend mit ihm aus der Nacht...

..Laß dir Alles geschehn:
Schönheit und SCHRECKEN.
Man muß nur gehen:
Kein Gefühl ist das fernste.
Laß dich von mir nicht trennen.
Nah ist das Land,
das sie das Leben nennen.
Du wirst es erkennen
an seinem Ernste.

Gib mir die Hand.



Alwite
Beiträge: 540
Alwite schrieb am 30. Juli 2017 um 10:57 Uhr:

Wenn etwas uns fortgenommen wird

womit wir tief
und wunderbar
zusammenhängen
so ist viel
von uns selber
mit fortgenommen.

Gott aber will
daß wir uns
wiederfinden
reicher um alles
Verlorene
und vermehrt um
jenen
unendlichen
Schmerz.

Rainer Maria Rilke

Alwite
Beiträge: 540
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