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Gedanken in der Stillen Woche

Erika Moers schrieb am 11. April 2017 um 17:21 Uhr:

Gedanken in der Stillen Woche

Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt,
Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt.
Liebe lebt auf, die längst erstorben schien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab,
Wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab.
Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn?
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

Im Gestein verloren Gottes Samenkorn,
Unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn –
Hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

(aus dem Englischen von Jürgen Henkys)

Erika Moers
Beiträge: 243
derversfinder schrieb am 17. April 2017 um 18:37 Uhr:

\"Sanfte Berührung\" (s.UK Nr. 16)

Bist du nun Raupe oder Schmetterling?
Wer bist du, unbekannte Wesenheit,
die sich als Raupe und als Falter zeigt?

Ich hörte einst im Traum den Ruf "Johannes!"
und schlafend fiel mir garnichts dazu ein.
Der wache Morgen deutete mir alles:
Du musst nicht länger Karl der Kämpfer, sondern
"Johannes" darfst du, der Geliebte, sein.

Wer bist du, unbekanntes Wesen: "Ich"?

derversfinder
Beiträge: 253
Erika Moers schrieb am 19. April 2017 um 09:47 Uhr:

Geheimnis des Seins

Was für Gedanken,
lieber dvf!

Wir sind wohl alles:
Eine Zeitlang mögen wir wohl Raupe sein,
hüllen uns in den Kokon.
Und wenn der sanfte Ruf uns dann erreicht,
entFALTET sich das eigentliche Wesen.
Ich darf fühlen - du darfst fühlen
Ich darf fliegen - du darfst fliegen
mit jener wundersamen
Leichtigkeit
hin zum eigentlichen Ziel . . .
Geheimnis des Seins

Erika Moers
Beiträge: 243