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Frühlingstrunken

Alwite schrieb am 11. März 2017 um 11:06 Uhr:

Frühlingstrunken

Der Frühling spioniert ums Haus
und bringt die ersten Blüten,
im Garten rennt die erste Maus,
bald werden Vöglein brüten.

Es regt sich was in Wald und Flur,
von Fröschen und von Unken
hört man ein Quakkonzert in Dur,
auch sie sind frühlingstrunken.

Wird’s nochmal kalt an Fuß und Zeh,
kommt nochmal Frost gezogen,
dann hat der Frühling uns, oh weh,
getäuscht und angelogen.

© Alfons Pillach

Alwite
Beiträge: 548
Erika Moers schrieb am 11. März 2017 um 21:52 Uhr:

Gemach, gemach . . . :-)

Da treibt er wohl manchmal gern sein Spiel,
der Frühling,
nicht nur im April,
er schickt heute warmen Sonnenschein,
morgen lässt er es flockig schnei’n,
und übermorgen: Regen und Wind.

Aber, es weiß doch jedes Kind:
Das Erdreich hat sich längst aufgetan,
ganz zart fängt es trotzdem zu grünen an.
Verlässlich wie immer kommt er daher,
sucht ihn - ihr findet ihn täglich mehr.

Er hat nicht gelogen,
er hat nicht betrogen.
Die alte Eiche macht es mir vor:
Noch reckt sie die kahlen Äste empor,
sie wartet geduldig auf ihre Zeit,
und dann macht auch sie sich zum Grünen bereit.

Erika Moers
Beiträge: 245
Alwite schrieb am 16. März 2017 um 08:43 Uhr:

Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung
an der Wiesen aufgedecktes Grau.
Kleine Wasser ändern die Betonung.
Zärtlichkeiten, ungenau,

greifen nach der Erde aus dem Raum.
Wege gehen weit ins Land und zeigens.
Unvermutet siehst du seines Steigens
Ausdruck in dem leeren Baum.

Rainer Maria Rilke

Alwite
Beiträge: 548
Erika Moers schrieb am 17. März 2017 um 08:57 Uhr:

Sanft und leise
macht auf die Reise
sich neues Leben
mit sachtem Beben
hin zu einem verlässlichen Ziel:
Ein sanftes und leises und uraltes Spiel.

Erika Moers
Beiträge: 245
Matthäus53 schrieb am 22. März 2017 um 23:27 Uhr:

Frühling kommt als frische Schöpfung wieder

Das Gras auf das ich blick in diesen Tagen leuchtet frisch und noch viel grüner, ich kann es kaum ertragen. Das zarte frische Frühlingsgrün kann meine Seele gut ertragen. Ich meine gar, ich hab den Frühling schon gerochen, bald kommen die ersten Schnecken schon gekrochen.
Letzte Schneereste sind zu kleinen Wasserpfützen fast verkommen, das Schneewasser schämt sich und ist fast wie unsichtbar, im Boden schnell versickert. Ich glaub, daß im Hintergrund, die Frühlingssonne sogar schon gekichert.
Aus allem zarten Grün sind schon erste zaghafte Stengelchen mit zarten kleinen Blüten, plötzlich und schnell empor geschossen, viele Leute haben diese Blümelein gleich wieder in ihr Herz geschlossen.
Mit den ersten wohlig warmen FRÜHLINGSSONNENSTRAHLEN tummeln sich fast noch
garnicht sichtbar, erste Mücklein klein. Überall zwitschern Vögel im Geäst von Büschen
und den frisch begrünten Bäumelein, sie laden uns als Teil der Schöpfung, als große Menschenschaar wieder zum sinnen und zum träumen ein, damit sich Jedermann und
Frau , wieder neu an Gottes Gnad und Schöpfung gern erinnern kann.

So grandios stellt Gott den Frühling fast wie renovieret in Richtung Ostern vor ,
und hoch oben jubelt bald, der gesamte große Engelschor.

Matthäus53
Beiträge: 275
Erika Moers schrieb am 23. März 2017 um 09:32 Uhr:

Nicht nur erinnern -
wir sind mittendrin
im Werden und Wachsen
im uralten Sinn.
Wie oft schon sah ich den Winter vergehen,
und immer wieder lern’ ich verstehen:
Auch diesmal darf ich nach Hoffen und Bangen
unseres Schöpfers Güte empfangen.
Die zwitschernden Vögel jubeln vergnügt:
ES WIRD! Das Verdorrte ist längst schon besiegt.

Erika Moers
Beiträge: 245
Erika Moers schrieb am 27. März 2017 um 20:04 Uhr:

Immer wieder . . .

. . . lese ich um diese Jahreszeit Cäsar Flaischlens Gedicht, das wir auch hier bereits früher miteinander bedacht haben. Wollen wir es noch einmal lesen, FRÜHLINGSTRUNKEN wie wir sind ;-)

Und immer wieder sinkt der Winter,
und immer wieder wird es Frühling,
und immer, immer wieder stehst du
und freust dich an dem ersten Grün
und wenn die kleinen Veilchen blüh’n,
und immer wieder ist es schön
und macht es jung und macht es froh.

Und ob du’s tausendmal gesehen,
wenn hoch in lauen, blauen Lüften
die ersten Schwalben lustig zwitschern –
immer wieder, jedes Jahr,
sag, ist das nicht wunderbar?

Diese stille Kraft des Herzens,
immer neu sich aufzuringen
aus dem Banne trüber Winter,
aus dem Schatten grauer Nächte,
aus der Tiefe in die Höhe –
sag, ist das nicht wunderbar?

Diese stille Kraft des Herzens,
immer wieder sich zur Sonne zu befrei’n,
immer wieder stolz zu werden,
immer wieder froh zu sein.

Erika Moers
Beiträge: 245