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Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden.

Alwite schrieb am 24. Oktober 2017 um 10:49 Uhr:

Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden.

Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein:
Wo jetzt noch Städte stehn, wird eine Wiese sein,
Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden.
Was jetzt noch prächtig blüht, soll bald zertreten werden.
Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch’ und Bein,
Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein.
Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden.
Der hohen Taten Ruhm muss wie ein Traum vergehn.
Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?
Ach! Was ist alles dies, was wir für köstlich achten,
Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind;
Als eine Wiesenblum’, die man nicht wieder find’t.
Noch will, was ewig ist, kein einzig Mensch betrachten!

Andreas Gryphius (1616-1664)

https://www.youtube.com/watch?v=Vw2IUWuCWCo

Alwite
Beiträge: 548
Erika Moers schrieb am 29. Oktober 2017 um 18:14 Uhr:

DU ABER BLEIBST

Wie ich eben diese Verse lese, liebe Alwite, fällt mir jener Kanon ein, den wir früher so gern sangen - und die wunderschön einfühlsame Melodie:
"Alles ist eitel,
DU ABER BLEIBST
und wen DU ins Buch des Lebens schreibst."

Erika Moers
Beiträge: 245
derversfinder schrieb am 30. Oktober 2017 um 00:21 Uhr:

\"früher...\"?

...den haben wir heute noch
im Gottesdienst gesungen -
der bleibt.

frdl. Gruß dvf

derversfinder
Beiträge: 256
Alwite schrieb am 30. Oktober 2017 um 10:08 Uhr:

Ganz lieben Dank,

Erika Moers, ganz lieben Dank dvf, genau das wollte ich mit dem Gedicht ausdrücken

https://www.youtube.com/watch?v=wTJrLPNQLBE

Alwite
Beiträge: 548