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Wittenberger Lutherstube restauriert

16. Februar 2017

Die Restaurierungsarbeiten in der Wittenberger Stube des Reformators Martin Luther (1483-1546) gehen in die Endphase.

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Restaurierte Objekte im Refektorium des Lutherhauses

Wittenberg (epd). Zur Wiedereröffnung am 4. März sollen die Besucher "ein in sich geschlossenes Erscheinungsbild vorfinden, in dem unser Eingriff nicht wahrnehmbar ist", sagte Restaurator Uwe Rähmer am Donnerstag in Wittenberg. In den etwa einjährigen Arbeiten wurden von den Restauratoren Beschädigungen vor allem in der Holzdecke, an den Wänden und im Fußboden ausgebessert. Zudem wurden gut erhaltene Möbel gereinigt. Die Kosten von rund 100.000 Euro tragen zwei private Stiftungen.

Die Untersuchungen haben nach Angaben von Rähmer auch neue Erkenntnisse zu den frühen Besuchern der Lutherstube ergeben. So traten Einritzungen und Kreideschriften auf Holz, Putz und Glas während der Arbeiten zutage. Etwa 300 bis 350 zuordenbare Inschriften hätten die Restauratoren bereits digitalisiert, hieß es. Die berühmteste stammt den Angaben zufolge von Zar Peter dem Großen (1672-1725).

Weltweit erstes Luthermuseum

Bis zu einer Restaurierung im Jahr 1883 sei die Stube im Lutherhaus mit weißen Inschriften der Besucher übersät gewesen, sagte der Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten, Stefan Rhein: "Die Lutherstube ist das Herzstück unseres Hauses und war direkt nach Luthers Tod 1546 ein Ort des Gedenkens an den Reformator und somit auch das weltweit erste Luthermuseum." Heute entdeckten die Restauratoren die Spuren früherer Pilger an außergewöhnlichen Stellen wie an der Innenseite eines Tisches.

Ein weiterer Schatz des Lutherhauses sind zehn gut erhaltene Besucherbücher beispielsweise aus den Jahren 1783 bis 1813. Die Bücher würden konserviert und digitalisiert. Ihre Auswertung stelle ein "spannendes Forschungsprojekt für die Zukunft" dar, sagte der Restaurator.

Das Lutherhaus zählt neben der Stadtkirche und dem Melanchthonhaus zum Unesco-Weltkulturerbe. Die Lutherstube als Ort von Luthers Tischgesprächen war 1535 auf Initiative Katharina von Boras in den großen Raum des Klosters eingebaut worden. Seit dem Tod des Reformators im Jahr 1546 ist die Stube der zentrale Ort für die Erinnerung an ihn.

Restauriert worden war sie zuletzt zum 450. Reformationsjubiläum 1967. Im Fernsehfilm "Katharina Luther", der kommende Woche in der ARD ausgestrahlt wird, ist die dort gezeigte Lutherstube dem Original nachempfunden. In diesem Jahr wird das 500. Reformationsjubiläum gefeiert. Dazu werden in Wittenberg Hundertausende Besucher aus aller Welt erwartet.

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Leser-Kommentare öffnen

Matthäus53, 23. Februar 2017, 19:52 Uhr


Auch in der Eifel , in der bekannten Bierstadt Bitburg gibt es im bekannten Kulturhaus Beda ein Gemälde in den Maßen 32,5cm x56,5 cm, Öl a.Pappe, des Malers August von Wille. Das Bild trägt den Titel "Interieur in der Wartburg " und zeigt eine Möbelisierung eines Burgraumes der Wartburg. Datum : 12.8.1859.
Der Maler hat noch ein zweites Gemälde auch 1859, mit dem Titel "Blick von der Wartburg " geschaffen.
Sein Sohn , der berühmte Eifelmaler Fritz von Wille schuf das Gemälde "Schloß Bürresheim " ,von 1905. Auf der Rückseite hinterließ der Maler den handschriftlichen Gedanken " Ein feste Burg..." , Luthers bekanntes vier strophiges Kirchenlied . Die drei Gemälde können während der Öffnungszeiten gerne in Bitburg , besonders im Lutherjahr, gerne besucht werden ( 06561-96450)
So sieht man deutlich , das sich in fast allen Jahrhunderten Maler mit dem Lutherfaktor auseinander gesetzt haben.
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