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Wissenschaftlerin: Schulz macht Merkel zur Spielverderberin

14. September 2017

Nach Ansicht der Kommunikationswissenschaftlerin Christina Holtz-Bacha hat SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz einkalkuliert, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein zweites Duell ablehnen würde

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Frankfurt a.M. (epd). "So lässt sie sich als Spielverderberin hinstellen, die sich der Diskussion von Sachthemen und der Konfrontation mit dem Herausforderer verweigert", sagte Holtz-Bacha dem Evangelischen Pressedienst (epd).

In einem Brief an die Kanzlerin, aus dem die "Bild"-Zeitung am Mittwoch zitierte, forderte Schulz Merkel zu einem zweiten TV-Duell auf. Seit dem TV-Duell erreichten ihn viele Briefe und Anrufe von Bürgern, "deren berechtigte Fragen (...) nicht beantwortet wurden", so Schulz. Merkel lehnte das Angebot jedoch ab.

Schulz habe seinen Vorschlag damit begründet, dass im ersten Aufeinandertreffen viele wichtige Themen nicht zur Sprache gekommen seien wie zum Beispiel Pflege, Wohnungsbau und Rente, sagte Holtz-Bacha. "Das sind Themen, bei denen sich Schulz gut auskennt." Dabei könne er seine persönlichen Erfahrungen als ehemaliger Bürgermeister von Würselen (Nordrhein-Westfalen) oder als Präsident des Europäischen Parlaments einbringen. "Hier kann er SPD-Kompetenz beweisen. Damit könnte er gut neben oder gegen Merkel bestehen", sagte Holtz-Bacha.

"Kuschelkurs" im ersten Duell

In einem zweiten Duell könne sich Schulz zudem die Erfahrungen aus dem ersten zunutze machen. "Vor allem war ja der 'Kuschelkurs' beklagt worden, der in der Tat nicht zu einem Herausforderer passt." Schulz könnte nun aggressiver auftreten und Merkel zu solchen Themen herausfordern, die die Union als Vorschläge der SPD in der Regierungskoalition abgelehnt hatte.

Am 3. September hatten Schulz und Merkel sich in einem TV-Duell den Fragen von vier Moderatoren von ARD, ZDF, RTL und ProSieben/Sat.1 gestellt. Schwerpunkt-Themen waren dabei Flüchtlingskrise, Integration und Türkei-Politik. Nicht oder nur kurz befragt wurden Merkel und Schulz zu Themen wie Rente, Bildung, Pflege und Digitalisierung. Mehr als 16,2 Millionen Zuschauer verfolgten die Live-Sendung.

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