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WDR will keine Spezialsendung zu digitalem Wandel

17. Februar 2017

CDU-Abgeordnete haben eine Neuauflage der Sendung "Der 7. Sinn" mit Internet-Verhaltenstipps gefordert. Der WDR lehnt den Vorschlag ab: Das Thema solle nicht in einer Spezialsendung, sondern im gesamten Programm behandelt werden.

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Köln (epd). Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat auf eine Anregung von CDU-Politikern reagiert, eine Verbrauchersendung speziell zu Internet-Themen zu produzieren. Intendant Tom Buhrow habe in seiner Antwort betont, dass der digitale Wandel ein Thema sei, das nicht im Rahmen einer Spezialsendung, sondern in der gesamten Breite der Programmangebote abgebildet werde, teilte der Sender dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Freitag in Köln mit. Nur so könnten möglichst viele Menschen erreicht werden. Die CDU-Bundestagsabgeordneten Clemens Binninger und Thomas Jarzombek hatten zuvor gefordert, in einem TV-Format nach dem Vorbild der Verkehrssendung "Der 7. Sinn" Verhaltenstipps zum Umgang mit dem Internet zu geben.

Der WDR betonte, das Verbrauchermagazin "Markt" greife bewusst jede Woche ein bis zwei Themen mit Bezug zur digitalen Lebenswelt auf. Die "Aktuelle Stunde" sende bereits seit 20 Jahren die Rubrik "Angeklickt", in der ARD-Netzexperte Jörg Schieb über Themen zu Internet und Computertechnik informiere. Mit Projekten wie "planet-schule.de" oder dem gemeinsamen öffentlich-rechtlichen Medienportal "so-geht-medien.de" setze sich der WDR wie die gesamte ARD dafür ein, die Medienkompetenz zu fördern.

CDU-Politiker: Ältere Zuschauer brauchen Hilfe im Internet

Der Innenexperte Binninger und der Internetpolitiker Jarzombek hatten in einem Brief an Buhrow vorgeschlagen, gerade älteren Zuschauern in einer Spezialsendung Grundregeln für den digitalen Alltag mitzugeben. Eine solche Sendung sei eine "hervorragende Möglichkeit, breiten Bevölkerungsgruppen Grundlagenwissen über Informationstechnik zu vermitteln". Man habe eine ähnliche Situation im Umgang mit einer Technik schon einmal in Deutschland erlebt, "und zwar als der motorisierte Individualverkehr aufkam". Damals habe der WDR mit "Der 7. Sinn" Ratschläge zum richtigen Verhalten und zum Umgang mit der neuen Technik gegeben.

Die Sendung "Der 7. Sinn" zur Sicherheit im Straßenverkehr wurde von 1966 bis 2005 ausgestrahlt. In den dreiminütigen Folgen wurden gestellte Unfälle in Alltagssituationen gezeigt und erklärt, wie man Gefahren ausweichen kann. Auch technische Details von Autos, physikalische Grundsätze und Aggression im Straßenverkehr waren Themen. Die vorerst letzte Folge war im Dezember 2005 zu sehen. Der WDR hatte damals angekündigt, er wolle das Konzept der Sendung überarbeiten. Der WDR hatte für das Format mit der Deutschen Verkehrswacht kooperiert. Für die Neuauflage der Sendung regen Binninger und Jarzombek eine Zusammenarbeit mit dem Verein "Deutschland sicher im Netz" an.

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